Blutbad in China-Restaurant

Deutschland

© (c)DPA

Blutbad in China-Restaurant

Ein Blutbad mit sechs Toten in einem China-Restaurant in Niedersachsen in Deutschland stellt die Polizei vor Rätsel: Drei Männer und drei Frauen asiatischer Herkunft wurden am Montag in der Früh im Lokal "Lin Yue" in Sittensen nahe Hamburg erschossen aufgefunden. Die Leichen waren teilweise gefesselt, wie die Polizei mitteilte. Ein siebtes Opfer kämpft mit schweren Schussverletzungen um sein Leben. Bis zum Montagnachmittag wusste die Polizei nicht einmal, wer die meisten Toten sind. Das Bundeskriminalamt schickte Spezialkräfte zur Unterstützung der Ermittler von Kripo und Landeskriminalamt.

Ein 47 Jahre alter Mann entdeckte das Verbrechen, als er um 00.30 Uhr seine Ehefrau aus dem China-Restaurant abholen wollte. Die dort beschäftigte Frau war unter den Toten, die in verschiedenen Räumen der Gaststätte lagen. Die Identität der fünf anderen Opfer steht noch nicht fest.

60 Fahnder im Einsatz
Die Polizei richtete eine Sonderkommission ein und rief das Bundeskriminalamt zu Hilfe. Am Nachmittag trafen mehrere Autos mit BKA-Experten ein, um den Tatort zu untersuchen. Außerdem gingen erste Zeugenhinweise ein. Die Polizei hatte alle Lokalgäste vom Sonntagabend gebeten, sich zu melden. 60 Fahnder arbeiten an dem Fall. Einzelheiten über die Lage der Leichen will die Polizei laut Sprecher Detlev Kaldinski nicht veröffentlichen, weil es sich um Täterwissen handele.

Laut Polizei spielte sich das Verbrechen im Lokal "Lin Yue" im Ortskern des 10.000-Einwohner-Ortes Sittensen ab. Die Gaststätte liegt im ersten Stock eines Geschäftshauses, im Erdgeschoss befinden sich Geschäfte. Das Lokal gilt als völlig unauffällig. Es liegt nicht weit von einer Auffahrt zur Autobahn Hamburg-Bremen.

Beliebtes Restaurant
Laut Bürgermeister Stefan Tiemann ist das Lokal seit Dezember 1997 in Sittensen ansässig. Die Wirtsfamilie habe sich "gut eingefügt" in die Ortsgemeinschaft. Die Gaststätte sei beliebt. "Das ist ein klasse Restaurant", sagte der Bürgermeister. Die Betreiber hätten im Ort gewohnt, in Wohnräumen direkt über dem Lokal.

In dem ländlich geprägten Ort hat das Verbrechen Entsetzen ausgelöst: "Das ist schrecklich", sagte der Bürgermeister. Die Betreiber des Lokals gelten als beliebt: "Das sind ganz liebe Menschen, ich habe nie ein böses Gesicht dort gesehen", sagte Hilly Behrens, die sich selbst als Freundin der Familie bezeichnete.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen