06. April 2009 14:29
Immer wieder sterben Menschen bei Erdstößen oder werden verletzt, wie
zuletzt am Montag in der mittelitalienischen Region Abruzzen. Das Beben mit
einer Stärke von 6,3 nach Richter forderte Dutzende Menschenleben. Im
Nachfolgenden eine Chronologie von Beben mit mehreren Todesopfern seit
Beginn des 20. Jahrhunderts:
2. April 2009: Bei einem schweren Erdbeben in den Abruzzen sind fast
300 Menschen getötet worden. 70.000 wurden obdachlos.
31. Oktober 2002: Bei einem Erdbeben in der Region Molise kommen 29
Menschen ums Leben, davon 26 Kinder. Rund 10.000 Menschen werden obdachlos.
26. September 1997: Binnen neun Stunden wird die mittelitalienische
Region Umbrien von zwei Erdbeben erschüttert: Elf Menschen sterben, 115
weitere werden verletzt und etwa 9.000 Menschen obdachlos. An Gebäuden
entsteht schwerer Sachschaden, darunter an der Basilika des Heiligen Franz
von Assisi. An den aus der Frührenaissance stammenden Fresken von Giotto und
Cimabue entstehen teilweise irreparable Schäden. Eine Serie von Nachbeben
beginnt.
13. Dezember 1990: 19 Tote und mehrere hundert zum Teil
Schwerverletzte fordert ein Erdbeben auf Sizilien. Mehr als 500 Betroffene
müssen ihre Häuser verlassen. Das Zentrum des Bebens liegt rund 55 Kilometer
östlich der Küste von Syrakus. Die 45 Sekunden langen Erdstöße um 01.24 Uhr
mit der Stärke sieben auf der Mercalli-Scala sind in ganz Sizilien spürbar.
Die meisten Toten und Verletzten gibt es in Carlentini nördlich von Syrakus.
Unter den Opfern befindet sich auch ein 18 Monate altes Kind.
11. Mai 1984: Bei einem Erdbeben in der Region um die Stadt L'Aquila
sterben drei Menschen.
23. November 1980: Erdstöße erschüttern die Regionen um Kampanien,
Basilicata und Apulien: Mehrere tausend Menschen kommen ums Leben, mehr als
10.000 Bewohner werden verletzt und mehr als 300.000 obdachlos.
6. Mai 1976: In der Region Friaul Julisch-Venetien bebt die Erde am
Abend rund eine Minute lang: Dabei sterben rund 1.000 Menschen, etwa dreimal
so viele werden verletzt und Zehntausende obdachlos. Auch tausende Häuser
werden zerstört. Darunter befinden sich wertvolle kulturelle Bausubstanzen,
wie z. B. die Kirche von Venzone, die Jahre später in Originalbauweise
wieder hergestellt wird. Das Beben erreicht die Stärke 8 bis 9 auf der
zwölfstufigen Mercalli-Skala.
13. Juli 1930: In Kampanien bebt die Erde mit der Stärke 6,5. Mehr
als 1.400 Tote sind die Folge.
13. Jänner 1915: 30.000 Menschen sterben bei einem Beben der
Stärke 7,5 in den Abruzzen bei Avezziano.
28. Dezember 1908: Bei der folgenschwersten Bebenkatastrophe in
Europa verlieren etwa 100.000 Menschen in Messina und benachbarten Orten ihr
Leben.
8. September 1905: 550 Menschenleben fordert ein Erdbeben der Stärke
7,9 in Kalabrien.