Defekter Höhenmesser schuld am Schiphol-Crash

Unglück geklärt

 

Defekter Höhenmesser schuld am Schiphol-Crash

Der Absturz eines Flugzeugs von Turkish Airways in der Nähe des Amsterdamer Flughafens ist einer Untersuchung zufolge auf einen defekten Höhenmesser zurückzuführen. Die Auswertung des Stimmenrekorders und der Black Boxes habe Unregelmäßigkeiten beim Sinkflug der Boeing 737 ergeben, sagte der Chef der niederländischen Sicherheitsbehörde, Peter van Vollenhoeven, am Mittwoch in Den Haag.

Auf einer Flughöhe von etwa 700 Metern habe der linke Höhenmesser plötzlich eine andere Höhe angezeigt und damit den Auto-Piloten, der für den Landeanflug auf den Flughafen Schiphol eingeschaltet worden sei, irregeleitet.

Piloten reagierten zu spät
Laut den Aufzeichnungen des Stimmenrekorders seien die drei bei dem Unglück getöteten Piloten auf den Defekt des Höhenmessers aufmerksam gemacht worden, hätten darin jedoch kein Problem gesehen. Die Black Box zeige, dass man erst reagierte, als es schon zu spät war. Nach der Schubreduzierung sei sofort Vollgas gegeben worden sei. Das Flugzeug sei zu diesem Zeitpunkt aber schon zu tief geflogen, um noch einmal durchstarten zu können und sei daraufhin vor der Landebahn aufgeprallt.

Neun Todesopfer
Die Maschine auf dem Flug von Istanbul nach Amsterdam mit fast 130 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord war vor einer Woche auf einem Feld in der Nähe des Flughafens abgestürzt und in drei große Teile zerbrochen. Dabei kamen neun Menschen ums Leben. 28 der insgesamt 86 Verletzten befanden sich am Mittwoch noch im Krankenhaus.

Problem bekannt
Der Untersuchung zufolge waren ähnliche Probleme mit dem Höhenmesser in der Vergangenheit bereits zweimal bei der Maschine der Turkish Airline aufgetreten. Vollenhoven forderte den US-Flugzeugbauer Boeing auf, sich der Risiken des Autopiloten bei einem defekten Höhenmesser anzunehmen.

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