Dioxin-Schweinefleisch im Handel?

Futterfett-Skandal

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Dioxin-Schweinefleisch im Handel?

Mit dem Ultragift Dioxin verseuchtes Schweinefleisch ist einem Zeitungsbericht zufolge vermutlich entgegen der Versicherung der deutschen Behörden in den Handel gelangt.

Noch vor der Schließung eines Schweinemast-Betriebes in Niedersachsen wegen dioxinbelastetem Futtermittel seien Ende Dezember rund 100 Tiere geschlachtet worden, heißt es in einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochausgabe) laut Vorab-Bericht. Das niedersächsische Agrarministerium hatte erst am Dienstag erklärt, belastetes Schweinefleisch sei nicht in den Handel gelangt.

Österreich: Kein Hinweis auf Dioxin
An der Situation für österreichische Konsumenten hat sich laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nichts geändert. Angesichts der bekannten Vertriebswege des kontaminierten Futtermittels gebe es keinen Hinweis, dass die betroffenen deutschen Betriebe Waren nach Österreich geliefert hätten.

Dioxin-Skandal
Bei einer Probeschlachtung im Landkreis Verden waren unzulässige Dioxin-Belastungen festgestellt wurden. Deshalb sollen nun 140 Schweine getötet und entsorgt werden. Zuvor war Dioxin lediglich in Eiern und Hühnerfleisch entdeckt worden.

Das Dioxin gelangte über den Futterfett-Hersteller Harles & Jentzsch in Schleswig-Holstein in den Lebensmittelkreislauf. Vorsorglich war über Tausende Höfe eine Handelssperre verhängt worden. Diese wurde für die meisten Betriebe inzwischen wieder aufgehoben.

Nach Angaben des schleswig-holsteiner Landwirtschaftsministeriums stehe fest, dass das Unternehmen bereits seit März 2010 giftiges Futterfett an Mischfutterhändler verkauft hat. Dazu gebe es Proben aus den Monaten März, Mai und September. Dies seien deutliche Hinweise, dass längere Zeit systematisch belastetes Futterfett hergestellt und verkauft wurde, sagte Seyfert dem "Westfalen-Blatt". Diese Rechtsverstöße seien nicht zufällig, sondern mit Wissen der Unternehmensleitung erfolgt.
 

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