Discovery unterwegs zur ISS

Bilderbuchstart

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Discovery unterwegs zur ISS

Bilderbuchstart mit Hürden: Nach wochenlanger Verzögerung wegen technischer Probleme ist die US-Raumfähre "Discovery" endlich auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Der Orbiter hob am Montag in der Früh um 0.43 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Staat Florida) spektakulär in einen wolkenlosen Abendhimmel ab. Die "Discovery" mit sieben Astronauten an Bord soll am späten Dienstagabend (MEZ) bei der ISS eintreffen. Wichtigste Aufgabe der knapp zweiwöchigen Mission ist es, den vierten und damit letzten Solarflügel zu liefern und zu installieren.

Hartnäckige Probleme
Ursprünglich sollte die Raumfähre schon Anfang Februar abheben. Erst tauchten hartnäckige Probleme mit Ventilen auf. Vorige Woche musste der Start dann auch noch kurzfristig wegen eines Lecks an einer externen Wasserstoff-Leitung verschoben werden.

Drei Außeneinsätze
Der Flug der "Discovery" ist der erste von fünf geplanten Shuttle-Starts heuer. Für die Astronauten sind drei Außeneinsätze geplant, der erste ist bereits für Donnerstag vorgesehen. Die neuen Solarflügel sollen künftig ein Viertel der benötigten Energie für die Mannschaft der Raumstation erzeugen, die im Zuge des Ausbaus der ISS von derzeit drei auf sechs Mann aufgestockt werden soll.

Ersatzteile an Bord
Im Gepäck der "Discovery" sind zudem Ersatzteile für eine Wasser-Recycling-Anlage. Die Vorrichtung war bereits während der vorangegangenen Shuttle-Mission installiert worden, sie hatte sich jedoch als nicht voll funktionstüchtig erwiesen. Die Raumfähre bringt den Japaner Koichi Wakata zur Internationalen Raumstation der dort die amerikanische Astronautin Sandra Magnus ablösen soll.

Die altersschwachen Raumfähren "Atlantis", "Discovery" und "Endeavour" sollen nach über einem Vierteljahrhundert im Mai nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen werden. Allerdings kann es dann erst 2015 Ersatz geben. Damit wären amerikanische, europäische und deutsche Astronauten, die zur ISS wollen, fünf Jahre lang auf "Mitfluggelegenheiten" bei den Russen angewiesen.

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