Doch 9 Tote nach U-Bahn-Unfall

Washington

© AP Photo

Doch 9 Tote nach U-Bahn-Unfall

Es ist der schlimmste U-Bahn-Unfall in der Geschichte der US-Hauptstadt: Beim Zusammenstoß zweier Züge in Washington sind neun Menschen getötet und über 70 verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Bürgermeister Adrian Fenty hatte zunächst von sieben, die Einsatzkräfte von Anfang von neun Toten gesprochen.

"Der Schauplatz ist so entsetzlich, wie man sich das nur vorstellen kann", meinte Fenty, der nach dem Unglück am Montagnachmittag sofort zum Unfallort geeilt war. "Das ist die schlimmste Tragödie in der Geschichte von Washingtons U-Bahn", sagte er. US-Präsident Barack Obama ließ mitteilen, dass er mit Gedanken und Gebeten bei den Opfern und ihren Familien sei.

Mitten im Feierabendverkehr fuhr am Montag ein voll besetzter Zug auf einem oberirdischen Gleisabschnitt auf einen haltenden Zug auf. Die Ursache ist bis dato unklar. Die Wucht des Aufpralls schob die Züge zum Teil übereinander. Die Feuerwehr musste mehrere Fahrgäste aus den verkeilten Wagen befreien. Die Rettungskräfte seien am Abend nicht sicher gewesen, ob noch weitere Opfer in dem Wrack liegen. Bürgermeister Adrian Fenty sprach von dem schwersten Unfall in der 33-jährigen Geschichte der Washingtoner U-Bahn.

Vielbefahrene Linie
Der Unfall ereignete sich auf der vielbefahrenen Roten Linie zwischen den Bahnhöfen Fort Totten und Takoma in einem nordöstlichen Außenbezirk der US-Hauptstadt an der Grenze zum Bundesstaat Maryland. Kurz nach 17.00 Uhr (23.00 MESZ) sei ein Zug auf der Fahrt in die Stadt gestoppt worden, weil noch ein anderer Zug auf dem Gleis im Bahnhof gestanden habe, sagte ein Sprecher des U-Bahn-Betreibers Washington Metropolitan Area Transit Authority. Dann sei der nächste Zug aus noch unbekannten Gründen auf den wartenden Zug aufgefahren. Die Zugführerin sei dabei ums Leben gekommen. Das von einem zentralen Computer kontrollierte Metro-System schließe die Möglichkeit eines solchen Unfalls eigentlich aus, berichtete CNN unter Berufung auf Verkehrsexperten der Stadt weiter.

Eine überlebende Passagierin berichtete, dass der Zug offenbar ungebremst auf die stehende Bahn prallte. Der Zug sei nicht langsamer geworden. Es habe plötzlich einen schweren Stoß gegeben. "Einen Bremsversuch gab es nicht", sagte sie.

Es ist der erste U-Bahnunfall in Washington, bei dem ein Fahrgast ums Leben kam, seit 1982. Damals starben bei dem Entgleisen eines Zuges drei Menschen.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 7

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen