Drei Tote bei Waldbrand auf Sizilien

Flammeninferno

Drei Tote bei Waldbrand auf Sizilien

Drei Tote und zwei Schwerverletzte - das ist die bisherige Bilanz der schweren Waldbrände, die seit Mittwoch auf Sizilien wüten. In einem Landhotel in Patti bei Messina starb ein Mann. In der Nähe dieser Berghütte wurde ein weiteres männliches Opfer gefunden. Eine Frau, die mit ihrem Auto vor der Feuersbrunst fliehen wollte, sei ebenfalls in den Flammen gestorben, meldete die Polizei.

Alle Opfer in der Nähe von Messina
Alle Opfer hatten sich im Umkreis der sogenannten "Falkenhütte", rund 30 Kilometer westlich von Messina, aufgehalten, berichteten italienische Medien. Zwei Feuerwehrleute wurden schwer verletzt ins Spital eingeliefert. Auch am Donnerstag wüteten die Flamen angefacht vom starken Schirokko-Wind weiter.

Die Behörden gingen von gelegten Bränden aus. "Die Brandstifter haben eine beispiellose Offensive gestartet", sagte Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio. Verteidigungsminister Arturo Parisi kündigte den Einsatz von Soldaten und Militärhubschraubern an, die die Feuerwehr unterstützen sollen.

Nächste Seite: Rund 20 Großfeuer in Italien

Zuvor hatte der Katastrophenschutz mitgeteilt, rund zwanzig Großfeuer seien im Süden Italiens ausgebrochen. Die Regionen Cefalu und Messina auf Sizilien waren demnach besonders betroffen. Einige Villen in Cefalu mussten evakuiert werden. Auch ein Krankenhaus unweit des sizilianischen Ferienorts wurde geräumt - über dem Gebiet hingen dichte schwarze Rauchwolken. "Der starke Wind erschwert die Löscharbeiten", sagte der Bürgermeister von Cefalu, Giuseppe Guercio.

Löschflugzeuge im EInsatz
Auch in den Regionen Kalabrien, Kampanien und Basilikata kämpfte der Zivilschutz mit Löschflugzeugen gegen die Flammen. Brände tobten zudem erneut in Apulien. Das Feuer zerstörte dort einen Teil der Naturschutzoase Torre Guarceto. Auch aus der Gegend um Neapel wurden Brände gemeldet. Insgesamt wurde die Feuerwehr am Mittwoch zu 200 Einsätzen gerufen, 73 davon allein auf Sizilien. In diesem Sommer kamen bisher in Italien bereits zehn Menschen durch Waldbrände ums Leben.

Der Chef der italienischen Zivilschutzbehörde Guido Bertolaso meinte, dass die Löschflugzeuge allein nicht genügen würden, um das Problem unter Kontrolle zu bringen. "Man muss auch Kindern und Jugendlichen den Respekt vor der Natur beibringen", sagte Bertolaso.

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