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Empörung über schlafenden U-Bahn-Fahrer

Nach Horror-Crash

 

Empörung über schlafenden U-Bahn-Fahrer

Nach dem U-Bahn-Unfall mit neun Todesopfern in Washington sorgen nun aufgetauchte Videos für Wirbel: Eines zeigt einen Zugführer, der bei voller Fahrt einzunicken scheint. Auf einem weiteren Video ist ein Fahrer zu sehen, der sich bei hoher Geschwindigkeit tief über sein Handy beugt. "Ich habe gesehen, wie er einnickt und sein Kopf nach vorne fällt", sagte ein 14-Jähriger, der das Video nach eigenen Angaben wenige Tage vor dem Unfall Ende Juni aufnahm und an die Metro-Direktion schickte. Die Videos sind mittlerweile auch auf dem Internetportal YouTube zu sehen.

Suspendiert
Nach den Worten von Metro-Sprecher Steven Taubenkibel hat der "Handy-Fahrer" seine Schuld bereits gestanden. Zur Strafe sei er fünf Tage ohne Bezahlung vom Dienst suspendiert worden. Der Fall des vermutlich dösenden Zugführers werde noch untersucht.

Zugleich kündigte das Metro-Unternehmen hartes Vorgehen an: Fahrer, die künftig im Dienst Handys benutzen, werden sofort gefeuert. Seit dem schweren Unfall am 22. Juni ist die Aufmerksamkeit der Fahrer besonders wichtig, weil die Züge nicht mehr vollautomatisch per Computer, sondern wieder von den Zugführern per Hand gesteuert werden.

Lob für Video
Zugleich lobte Taubenkibel die Video-Aktion des Jungen. "Wenn Menschen etwas sehen, von dem sie glauben, dass es die Sicherheit beeinträchtigen könnte, sollen sie es uns wissen lassen", sagte er dem TV-Sender "Fox News".

Beim schlimmsten U-Bahn-Unfall in der Geschichte der US-Hauptstadt waren am 23. Juni 2009 zwei Züge zusammengestoßen. Besonders beunruhigt sind die Behörden, weil ein solcher Auffahrunfall im Computer-gesteuerten Metro-System als technisch ausgeschlossen galt.  Erste Ermittlungen deuten auf technisches Versagen hin.

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