Entwarnung nach Durchsuchung der Kaarster Schule

Kein Amoklauf

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Entwarnung nach Durchsuchung der Kaarster Schule

Nach vagen Hinweisen auf einen möglichen Amoklauf ist am Dienstag ein Gymnasium in Kaarst bei Düsseldorf in Deutschland geschlossen worden. Nach der Durchsuchung des Gebäudes und weiteren Ermittlungen gab die Polizei am Mittag Entwarnung. Es hätten sich keine Hinweise auf eine Gefahr ergeben, sagte der Sprecher der Neusser Polizei. Die weiteren Ermittlungen sollen sich auf die Zusammenarbeit mit den finnischen Behörden konzentrieren, die ihre deutschen Kollegen auf die mögliche Tat in Kaarst aufmerksam gemacht hatten.

Warnung aus Finnland
Die finnische Polizei war nach Polizeiangaben in einem Internet-Chatroom auf eine Unterhaltung zweier Personen gestoßen, die gehört haben wollten, dass ein Amoklauf am Kaarster Georg-Büchner-Gymnasium geplant sein könne. Die Schule trägt denselben Namen wie das Kölner Gymnasium, das wegen Angst vor einer Amok-Tat am Wochenende in die Schlagzeilen geraten war. Nach Hinweisen aus Finnland sei die Kaarster Schule geschlossen worden, obwohl es sich um einen "sehr vagen Verdacht" gehandelt habe, räumte Polizeisprecher Arnold ein. Sicherheit gehe aber vor.

Die Schließung der Kaarster Schule fiel auf den Jahrestag des Amoklaufs von Emsdetten. Damals hatte ein hasserfüllter Ex-Schüler mit einem Waffenarsenal von Gewehren, Sprengfallen und Rauchbomben seine frühere Schule überfallen, 37 Menschen verletzt und sich selbst getötet.

Angst vor Trittbrettfahrern
Nach dem jüngsten Amok-Alarm in Köln und dem Amoklauf in Finnland - dort hatte am 7. November ein Abiturient an einem Schulzentrum sechs Schüler und zwei Frauen in der Kleinstadt Tuusula ermordet - meinte der Neusser Polizeisprecher zu den neuen Amok-Hinweisen: "Man muss immer mit Trittbrettfahrern rechnen."

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