Ermittlungen gegen Eluanas Vaters wegen Sterbehilfe

"Mutmaßliche Tötung"

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Ermittlungen gegen Eluanas Vaters wegen Sterbehilfe

Der Fall der am 9. Februar verstorbenen italienischen Koma-Patientin Eluana Englaro sorgt weiterhin für Schlagzeilen in Italien. Die Staatsanwaltschaft Udine hat nun Ermittlungen gegen Beppino Englaro, den Vater der 38-jährigen Frau, und gegen weitere 14 Personen wegen mutmaßlicher Tötung eingeleitet. Ermittelt wird unter anderem gegen Amato De Monte, den Anästhesisten, der Eluana in einer Klinik in Udine in den Tod begleitet hat, und gegen alle Krankenpfleger, die sie betreut hatten, berichtete die Tageszeitung "Il Messaggero Veneto" in ihrer Freitagausgabe.

Der Rechtsanwalt von Beppino Englaro, Giuseppe Campeis, berichtete, er habe mit der Ermittlung gerechnet. Er versicherte, dass bei der Beendigung der künstlichen Ernährung, die zum Tod Eluanas geführt hatte, niemals das italienische Gesetz verletzt worden sei.

Ermittlungen wegen Fotos von sterbender Eluana
Die Staatsanwaltschaft der Stadt Udine leitete hinzu Ermittlungen gegen eine RAI-Journalistin, einen Kameramann und eine Krankenschwester ein. Sie werden beschuldigt, ohne Genehmigung Bilder von der sterbenden Eluana aufgenommen zu haben. Beppino Englaro erwiderte jedoch, dass die Bilder zur Dokumentation aufgenommen worden seien. Die Journalistin habe von ihm die Genehmigung erhalten, Eluana in ihren letzten Lebensstunden zu fotografieren.

Eluana Englaro war an Herzversagen nach einer Krise gestorben, die in Folge der Dehydrierung des Körpers aufgetreten war. Die künstliche Ernährung und die Flüssigkeitszufuhr waren auf Wunsch der Familie abgebrochen worden. Beppino Englaro hatte von Italiens oberstem Gericht die Genehmigung erhalten, die künstliche Ernährung für seine Tochter abzubrechen, die seit einem Autounfall im Jahr 1992 im Koma gelegen war.

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