Erneut brutale Schlägereien in deutschen U-Bahnen

Gewalttaten

 

Erneut brutale Schlägereien in deutschen U-Bahnen

Wieder brutale Schlägereien in deutschen U-Bahnen: In Frankfurt prügelten sieben junge Leute in der Nacht zum Sonntag einen U-Bahnfahrer krankenhausreif. Die 17- bis 21-jährigen Burschen mit Migrationshintergrund zerrten den Fahrer auf den Bahnsteig und schlugen auf ihn ein. In der Münchner U-Bahn zettelten zum vierten Mal in gut zwei Wochen Jugendliche eine Schlägerei an und verletzten dabei zwei Männer, wie die Polizei mitteilte.

Lukführer aus U-Bahn gezerrt
Im Norden der Main-Metropole griffen die sieben jungen Männer kurz nach Mitternacht den Lokführer auf dem Bahnsteig einer U-Bahn-Station an und schlugen ihn mit Faustschlägen ins Gesicht zu Boden. Dann wollten alle auf den Lokführer eintreten, als er schon auf dem Bahnsteig lag, wie ein Polizeisprecher sagte. Doch die alarmierten Besatzungen mehrerer Streifenwagen seien sehr schnell am Ort des Überfalls gewesen und hätten dies verhindern können. Alle sieben Verdächtigen hatten demnach zu fliehen versucht, konnten aber von den Beamten festgenommen werden.

Täter vorerst auf freiem Fuß
Die Jugendlichen hatten bereits zuvor in einer U-Bahn randaliert und eine Trennwand sowie mehrere Scheiben zerschlagen. Der verletzte Fahrer wurde laut Polizei mit Gesichtsprellungen und Verdacht auf Gehirnerschütterung in eine Frankfurter Klinik gebracht. Den Sachschaden an dem U-Bahn-Zug bezifferte die Polizei mit rund 2000 Euro. Die Täter wurden nach Feststellung ihrer Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt.

Schlägerei in München
In München verprügelte eine Gruppe junger Männer gegen 06.30 Uhr zwei 22-Jährige, die mit Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden mussten. Drei mutmaßliche Täter - zwei Palästinenser und ein Iraker im Alter von 16 und 17 Jahren - wurden festgenommen. Gegen den 16-Jährigen erging Haftbefehl. Die beiden 17-Jährigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt. Der Anlass für die Schlägerei war zunächst unklar.

Gewaltwelle nimmt kein Ende
In den vergangenen Wochen hatte mehrere Gewalttaten im Münchner U-Bahn-Bereich für Schlagzeilen gesorgt. Am 20. Dezember war ein 76-jähriger Rentner von zwei jungen Männern - dem 20-jährigen Türken Serkan A. und einem 17-jährigen Griechen - in einer U-Bahn-Station zusammengeschlagen worden, nachdem er sie gebeten hatte, nicht zu rauchen. Am 28. Dezember griffen Jugendliche mit Schlägen und Tritten zwei Passanten in einer U-Bahn-Station an und verletzten sie leicht. Gegen drei 16 und 17 Jahre alte Tatverdächtige aus Deutschland, Serbien und Kroatien wurde Haftbefehl erlassen. Am 30. Dezember verprügelten Angreifer drei Männer, die sich über zu laute Musik beschwert hatten. Gegen zwei der drei mutmaßlichen Täter - zwei Türken - erging am Samstag Haftbefehl.

Die Mutter von Serkan A. entschuldigte sich unterdessen für ihren Sohn. "Ich bitte alle Deutschen um Verzeihung", sagte die gebürtige Türkin der "Bild"-Zeitung. Sie sei sehr wütend auf Serkan; "aber er ist trotzdem mein Kind". Zugleich erklärte die 62jährige, die seit 45 Jahren in Deutschland lebt, sie wolle dort auch bleiben. Sie sei froh, dass es dem Opfer wieder bessergehe, und würde den Mann ihn gerne besuchen. Auch Serkan A. hatte angekündigt, er wolle sich bei seinem Opfer entschuldigen. Der Rentner lehnte dies ab. "Ich will von den Totschlägern keine Entschuldigung. Auch nicht von ihren Eltern", sagte er der "Bild"-Zeitung zufolge.

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