Erste Cholera-Fälle auch in Südafrika

Epidemie-Ausbreitung

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Erste Cholera-Fälle auch in Südafrika

Die Cholera im Krisenstaat Simbabwe greift immer schneller auf Südafrika und andere Nachbarländer über. Nach Angaben der südafrikanischen Behörden starben in dem Kap-Staat bisher mindestens elf Menschen an der Krankheit, während knapp 1.500 daran erkrankt sind.

Die Mehrzahl wurde in der an Simbabwe grenzenden Limpopo-Provinz registriert, doch wurden auch aus den Großstädten Johannesburg, Durban und Kapstadt die ersten Fälle gemeldet. In Simbabwe sind bisher nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 1.700 Menschen an Cholera gestorben, rund 30.000 sind daran erkrankt.

In Mosambik, wo mit Beginn der Regenzeit derzeit die Pegelstände der Flüsse stark steigen, gab es in der an Simbabwe grenzenden Manica-Provinz vier Todesfälle durch die Cholera. In Malawi, das aber nicht an Simbabwe grenzt, wurden nach Medienberichten bisher mindestens elf Cholera-Tote gezählt.

Der einstige afrikanische Modellstaat Simbabwe leidet unter der schlimmsten wirtschaftlichen und politischen Krise seiner Geschichte, mit einer Hyperinflation von offiziell 231 Millionen Prozent sowie verbreitetem chronischen Mangel. Darüber hinaus dauert das politische Tauziehen zwischen dem um seine Macht kämpfenden autokratischen Präsidenten Robert Mugabe und dem Herausforderer Morgan Tsvangirai an.

Gewittersturm fordet 18 Todesopfer
Nach einem schweren Gewittersturm in Südafrikas KwaZulu-Natal-Provinz ist die Zahl der Todesopfer nach Behördenangaben bis Montagabend auf mindestens 18 gestiegen. Dutzende Menschen wurden am Wochenende verletzt, etwa 2.000 Familien verloren Ihr Dach über dem Kopf. Retter fanden die Leichen von vier Menschen, deren Auto auf dem Weg zu einer Hochzeit bei der Hafenstadt Durban von der Straße geschwemmt wurde. Ein vermisster Spaziergänger wurde in einem Fluss tot gefunden.

Bereits am Vortag war eine vierköpfige Familie in ihrer Hütte vom Blitz erschlagen entdeckt worden. Auch die meisten übrigen Opfer wurden von Blitzen getroffen. Die Behörden stellten Notunterkünfte, Decken und Verpflegung für die obdachlos gewordenen Menschen bereit. Der Sturm deckte in Durban und anderen Städten Häuserdächer ab, entwurzelte Bäume und beschädigte Gebäude. Es war das zweite schwere Unwetter in der Region innerhalb einer Woche.

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