Faberge-Ei bringt 12,5 Millionen Euro bei Auktion

Rekord-Erlös

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Faberge-Ei bringt 12,5 Millionen Euro bei Auktion

Ein Fabergé-Ei aus dem Besitz der Familie Rothschild ist am Mittwoch in London für den Rekordpreis von umgerechnet 12,5 Millionen Euro versteigert worden. Es sei der höchste Preis, der je für ein solches Ei erzielt wurde, teilte das Auktionshaus Christie's mit. Das Ei sei an einen Käufer aus Russland gegangen. Der bisherige Rekord lag bei 9,2 Millionen Euro für das sogenannte Winter-Ei von Fabergé, das 2002 in New York verkauft wurde.

Verlobungsgeschenk
Vor der Versteigerung in London war das Ei in Moskau, Paris, Genf und New York ausgestellt worden. Das mit einem Uhrwerk und einem diamantbesetzten Miniaturhahn versehene Ei wurde 1902 gefertigt und ging 1905 als ein Verlobungsgeschenk an die Bankiers-Familie Rothschild. Die berühmten Eier gehören zu den Schätzen der russischen Zarenzeit. Die kleinen Meisterwerke aus Gold, Edelsteinen und Emaille stammen aus der Werkstatt des St. Petersburger Goldschmieds Peter Carl Fabergé (1846-1920). Im Innern jedes Einzelstücks verbirgt sich ein wertvolles Kleinod.

Fabergé und seine Mitarbeiter fertigten die wertvollen Kunstwerke im Auftrag des Zaren, der Familienmitgliedern damit ein besonderes Ostergeschenk machte. Zudem arbeite der Kunsthandwerker, der bald zum Hofjuwelier aufstieg, im Auftrag reicher Russen. Das erste Stück der legendären kaiserlichen Serie ist das sogenannte Hennen-Ei, das Zar Alexander III. im Jahr 1885 seiner Frau Maria Fjodorowna schenkte. Auf den ersten Blick ähnelt es einem Hühnerei. Allerdings verbirgt sich im Innern eine Henne mit Federn aus Gold und Augen aus Rubinen.

50 Schmuckeier
Insgesamt 50 filigrane Schmuckeier stellte Fabergé im Auftrag von Alexander III. und dessen Sohn und Nachfolger, Zar Nikolaus II., her. Berühmt ist auch das sogenannte Krönungsei, das Nikolaus II. 1897 seiner deutschen Gemahlin Alexandra überreichte. In ihm ist die bis ins kleinste Detail nachgebildete prachtvolle Kutsche verborgen, mit der das Zarenpaar nach der Krönung durch Moskau gefahren war. 2004 schätzte das Auktionshaus Sotheby's den Wert des Kunstwerks auf 24 Millionen Dollar - nach heutigem Wechselkurs 16,3 Millionen Euro.

Heute sind zehn Fabergé-Eier im Besitz der Rüstkammer des Kreml, drei besitzt die britische Königin Elizabeth II., eins das Fürstenhaus in Monaco. Neun weitere erwarb 2004 der russische Oligarch und Kunstsammler Viktor Vekselberg, der damit die geplante Versteigerung dieser Eier bei Sotheby's in New York verhinderte. Die prächtigen Eier tauchen auch immer wieder in der Filmwelt auf. So macht sich James Bond im Film "Octopussy" auf die Suche nach einem der berühmten Kunstwerke, das in die Hände von Bösewichten geraten ist. Auch in der Gaunerkomödie "Ocean's Twelve" geht es um ein wertvolles Fabergé-Ei.

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