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Familientragödie in Finnland befürchtet

Vier Tote

© sxc

Familientragödie in Finnland befürchtet

Die finnische Polizei befürchtet eine Familientragödie: Ein Vater soll seine Frau und zwei Kinder im schulpflichtigen Alter erschossen haben, bevor er sich selbst richtete. Die Ermittler fanden die vier Leichen im Haus der Familie nahe Oulu, rund 600 Kilometer nördlich der Hauptstadt Helsinki. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert. Der Vater besaß einen Waffenschein. Es sei klar, dass kein Außenseiter beteiligt gewesen sei. Die möglichen Motive der Tat vom Samstag würden untersucht.

Finnland wurde zuletzt von einem Amoklauf erschüttert. Ein ehemaliger Schüler hatte Ende September in einer Fachoberschule in Kauhajoki wild um sich geschossen und dabei zehn Menschen getötet. In Finnland befinden sich rund 1,6 Millionen Schusswaffen im Besitz von Privatpersonen. 650.000 Bürger haben einen Waffenschein, das sind etwa 13 Prozent der Bevölkerung.

Mit Blick auf die Gesamtzahl der Schusswaffen liegt Finnland Studien zufolge weltweit hinter den USA und Jemen an dritter Stelle. Europaweit haben nur in der Schweiz ähnlich viele Bürger Schusswaffen zuhause. Laut einer Regierungsstudie aus dem Jahr 2002 stehen nur 14 Prozent aller Morde in Finnland mit Schusswaffen in Zusammenhang.

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