Flugzeug mit 46 Menschen in Venezuela abgestürzt

Kein Notsignal

© AFP

Flugzeug mit 46 Menschen in Venezuela abgestürzt

Die Maschine war in Mérida gestartet. Von dort hätten Anwohner sich telefonisch gemeldet, die die Maschine abstürzen sahen. Das Wrack befinde sich in 4750 Metern über dem Meeresspiegel. "In diesem Moment sind Rettungsmannschaften in dem Gebiet unterwegs, um diese Informationen zu bestätigen", sagte der örtliche Einsatzleiter.

46 Menschen an Bord
Das Flugzeug der Gesellschaft Santa Bárbara Airlines war am Donnerstagnachmittag in Mérida, rund 500 Kilometer südöstlich von Caracas, gestartet. Es war in die Hauptstadt unterwegs, musste aber ersten Vermutungen zufolge wegen schlechten Wetters von seiner Route abweichen. Normalerweise hätte der Flug eine Stunde und zwanzig Minuten gedauert. An Bord waren nach Angaben des Zivilschutzgeneraldirektors Antonio Rivero 43 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder.

Rund hundert Rettungshelfer machten sich in das unwegsame Gelände auf. Sie müssten laut Rivero zu Fuß zur Absturzstelle gelangen. Es handle sich um ein schroffes Felsengelände, wo zu Beginn der Suche starker Wind und Temperaturen von zwei bis vier Grad Celsius herrschten, fügte der Generaldirektor hinzu.

Kein Notsignal
"Wir haben bisher keine sicheren Informationen darüber, was mit dem Flugzeug passiert ist", sagte der Chef der Fluglinie, Jorge Alvarez, im Fernsehen. Rivero teilte mit, die Behörden hätten zunächst keine Informationen darüber, ob der Pilot einen Notruf abgesetzt habe: "Offensichtlich setzte das Flugzeug kein Notsignal ab." Offizielle Angaben über die Unglücksursache gab es zunächst nicht, am Flughafen von Mérida wurde jedoch nicht ausgeschlossen, dass das Flugzeug bei schlechtem Wetter von seiner Route abgekommen sei.

Bei der Maschine handelt es sich nach Angaben von Santa-Bárbara-Chef Alvarez um eine zweistrahlige Propellermaschine aus franko-italienischer Herstellung. Das Flugzeug sei Ende der 80er Jahre angeschafft worden und habe sämtliche Sicherheits- und Kontrollvorschriften erfüllt. Die Firma Santa Bárbara wurde 1995 gegründet und hatte in ihrer Geschichte bisher keine Unglücke zu verzeichnen. Außer innervenezolanischen Flügen bietet die Gesellschaft auch internationale Verbindungen nach Madrid, Miami, Aruba und Teneriffa an.

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