Gestohlene Kunst in Zürich wieder aufgetaucht Gestohlene Kunst in Zürich wieder aufgetaucht

Auto sichergestellt

© Keystone/Steffen Schmidt

 

Gestohlene Kunst in Zürich wieder aufgetaucht

Gut eine Woche nach dem spektakulären Kunstraub aus der Züricher Sammlung Bührle sind zwei Bilder wieder aufgetaucht. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, handelt es sich um "Mohnfeld bei Vétheuil" von Claude Monet und "Blühende Kastanienzweige" von Vincent van Gogh. Die Gemälde haben einen Wert von insgesamt rund 44 Millionen Euro. Sie sollen in einem guten Zustand sein.

Cézanne und Degas noch verschwunden
Verschwunden sind dagegen nach wie vor die Werke "Ludovic Lepic und seine Töchter" von Edgar Degas und "Der Knabe mit der roten Weste" von Paul Cézanne, das allein einen Wert von rund 62 Millionen Euro hat. Auch von den Tätern fehlt noch jede Spur.

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Die Polizei stellte das verdächtige Fahrzeug sicher (Foto: Keystone/Steffen Schmidt)

Den ersten Fahndungserfolg verdanken die Ermittler einem 56 Jahre alten Mitarbeiter der Psychiatrischen Uni-Klinik Zürich. Er hatte die Bilder am Montagnachmittag in einem Auto mit gestohlenen Zürcher Nummernschildern entdeckt, das unverschlossen auf dem öffentlichen Klinik-Parkplatz stand.

"Großes Glücksgefühl"
Er sei von einem "großen Glücksgefühl" erfüllt, dass die beiden gefundenen Bilder "in tadellosem Zustand" aufgefunden wurden, sagte Sammlungs-Direktor Lukas Gloor. Es sei auch "eine große Gnade", dass die beiden gestohlenen Werke so rasch - nur eine Woche nach dem Raubüberfall - zurück seien.

62.500 Euro Belohnung ausgesetzt
Der Überfall auf die Sammlung Bührle geschah am 10. Februar. Drei maskierte und bewaffnete Männer waren in das Gebäude gestürmt und hatten die Anwesenden gezwungen, sich auf den Boden zu legen. Dann hängten sie blitzschnell die vier Bilder von den Wänden ab, packten sie in einen weißen Opel Omega und flüchteten. Die Suche nach den noch fehlenden Werken und nach dem Auto geht weiter. Für Hinweise zur Ergreifung der Täter wurde eine Belohnung von 100.000 Franken (62.500 Euro) ausgesetzt.

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