Hoffnung für unfruchtbare Paare

Forschung

Hoffnung für unfruchtbare Paare

Ein bahnbrechender Durchbruch ist britischen Forschern der Universität Newcastle gelungen. Erstmals wurde erfolgreich menschliches Sperma aus Stammzellen hergestellt. Unfruchtbaren Paaren könnte somit ihr Kinderwunsch erfüllt werden. Auch aus weiblichen Stammzellen hofft man in Zukunft, Sperma produzieren zu können, womit Frauen auch ohne männliches Zutun Babys bekommen könnten.

Das Experiment hat in Großbritannien eine kontroversielle Diskussion ausgelöst. Selbst unter Forschern ist man gespaltener Meinung. Die einen halten die Arbeit für „sehr wichtig“, andere warfen die ethische Frage auf.

Die Forscher haben Stammzellen mit XY-Chromosomen entwickelt. Mit einem Laser wurden die männlichen von den weiblichen Stammzellen getrennt. Mit minimalen Änderungen könnte das Sperma, so die Forscher, ein Ei befruchten und somit ein Kind zeugen.

Die Technik wurde bereits bei Mäusen angewandt. Laut dem Leiter der Forschung, Karim Nayernia, sei das produzierte Sperma nicht perfekt, aber es weise alle Qualitäten auf, um Leben zu kreieren.

Technik in zehn Jahren ausgereift?
Noch sei die Forschung in einem frühen Stadium. In zehn Jahren aber könnte die Technik so weit ausgereift sein, um angewendet zu werden – beispielsweise bei Buben, die nach einer Chemotherapie unfruchtbar geworden sind.

Noch ist das alles aber Zukunftsmusik. Denn laut britischem Gesetz ist die Anwendung dieser Technik nicht zulässig.

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