Hunderte Gräber muslimischer Soldaten geschändet

Frankreich

Hunderte Gräber muslimischer Soldaten geschändet

In Nordfrankreich haben Unbekannte vor dem islamischen Opferfest Hunderte Gräber von Muslimen auf einem Militärfriedhof geschändet. Die Grabstätten auf dem Friedhof Notre-Dame de Lorette bei Arras sind anti-muslimische Parolen gesprüht worden. Es ist bereits die zweite Schändung muslimischer Gräber auf dem Friedhof in zwei Jahren.

"Abscheuerregender Rassismus"
Für Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist die Tat "Ausdruck eines abscheuerregenden Rassismus gegen die muslimische Gemeinschaft". In Frankreich leben rund fünf Millionen Muslime. Auf dem Friedhof sind vor allem Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg begraben. Insgesamt liegen dort 40.000 Soldaten begraben. In dem für Muslime reservierten Bereich gibt es 576 Grabstätten, die nach Mekka ausgerichtet sind.

Opferfest nach der Hadsch
Das islamische Opferfest ist Höhepunkt und Abschluss der jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch). Muslime in aller Welt feiern es mit der rituellen Tötung von Tieren, meist Schafen. Es erinnert an das Opfer Ibrahims (Abrahams), der auf Befehl Gottes seinen ältesten Sohn opfern sollte. Als dieser sich anschickte zu gehorchen, gebot ihm Gott Einhalt. Ibrahim opferte darauf statt seines Sohnes ein Schaf.

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