Hurrikan

UNO mobilisiert Hilfe

Hurrikan "Irene" bedroht Bahamas

Karibik-Wirbelsturm "Irene" hat über dem Meer Kraft getankt und droht nach Angaben der Meteorologen zu einem mächtigen Hurrikan zu werden. In der Nacht auf Dienstag tobte er in nordwestlicher Richtung an der Nordküste der Dominikanischen Republik entlang auf die Turks- und Caicosinseln und die Bahamas zu. Dort wurde bereits Hurrikanalarm ausgerufen.

Wie das US-Hurrikanzentrum in Miami am Dienstag weiter berichtete, wurde "Irene" mit Windgeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern im Zentrum als Hurrikan der Kategorie 2 eingestuft. "Eine weitere Verstärkung ist möglich und Irene könnte bis zum Mittwoch ein größerer Hurrikan werden", hieß es in dem Bericht weiter.

An der gesamten Nordküste der Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik und Haiti galt höchste Alarmstufe. In der Dominikanischen Republik standen nach lokalen Medienberichten mehrere hundert Notunterkünfte bereit, die Nationalgarde war seit Sonntag aktiviert. Verbreitet kam es zu Stromausfällen. Auf Haiti leben noch immer viele Menschen nach dem schweren Erdbeben Anfang 2010 in behelfsmäßigen Unterkünften.

Es wurden vor allem Erdrutsche in den Bergen und Überschwemmungen in tiefliegenden Gebieten entlang der Flüsse befürchtet. Nach einem Bericht der Zeitung "Listin Diario" vom Dienstag wurden mehr als 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Auch in den Hotels entlang der Nordküste seien Maßnahmen zur Sicherheit der Touristen ergriffen und etwa die Strände geschlossen worden, berichtete das Blatt unter Berufung auf den Chef des Hotelverbandes, Julio Libre.

Die UNO hat für Haiti unterdessen Hilfe mobilisiert. "Die Vorbereitungen haben begonnen", sagte die Sprecherin des UNO-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), Elisabeth Byrs, am Dienstag in Genf. Außer OCHA stehe auch die UNO-Mission in Haiti (MINUSTAH) für Hilfseinsätze bereit. Das Welternährungsprogramm (WFP) teilte mit, an 35 Orten in Haiti lagerten insgesamt 7.000 Tonnen Nahrungsmittel, mit denen die Bedürftigen im Land 26 Tage lang versorgt werden könnten.

"Irene" war am Wochenende über den Kleinen Antillen in der Ostkaribik entstanden und hatte sich beständig verstärkt. Auf der Nachbarinsel Puerto Rico, die "Irene" zuvor durchquert hatte, wurden Straßen beschädigt, Bäume und Telefonmasten umgerissen. Etwa 50 Prozent der Stromversorgung brach nach Behördenangaben zusammen.
 

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