ISS-Transporter abgestürzt

Unbemannt

ISS-Transporter abgestürzt

Bei einer neuen schweren Panne in der russischen Raumfahrt ist ein unbemannter Versorgungstransporter für die Internationale Raumstation ISS abgestürzt. Kurz nach dem Start des Raumschiffs vom Typ Progress M 12-M seien Probleme mit der Zündung der dritten Raketenstufe aufgetreten. Das teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos nach Angaben der Agentur Interfax am Mittwoch mit. Es sei niemand verletzt worden, auch Schäden am Boden habe es nicht gegeben.

Demnach kam es zu einer Störung der Motorenanlage, die sich wegen der Havarie abschaltete. Der Frachter sei im Osten Russlands in Sibirien abgestürzt. Es war der erste Fehlstart einer Progress seit 1978.

Der Transporter mit etwa 2,6 Tonnen Nachschub für die ISS-Besatzung war am Abend (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Baikonur zunächst pünktlich gestartet. "Es gab einen Notfall", teilte Roskosmos kurz darauf mit. "Spezialisten untersuchen die Ursache", hieß es. Künftige Starts würden verschoben.

Bereits am vergangenen Donnerstag war es zu einer schweren Raumfahrtpanne gekommen. Dabei war kurz nach dem Start - ebenfalls von Baikonur in Kasachstan (Zentralasien) - der Kontakt zu einem mit europäischer Hilfe konstruierten millionenteuren Nachrichtensatelliten abgerissen.

Der Raumfrachter vom Typ Progress M 12-M sollte Lebensmittel, Treibstoff und persönliche Gegenstände sowie Fruchtfliegen für ein Weltraumexperiment zur ISS bringen.

Russland musste zuletzt immer wieder über Pannen berichten. Zu einem besonders schweren Zwischenfall kam es im Dezember 2010, als eine Trägerrakete mit drei Satelliten, die für das russische Navigationssystem Glonass vorgesehen waren, nach dem Start in den Pazifik stürzte.
 

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