Indonesisches Spital behält Baby als Pfand

Offene Rechnungen

 

Indonesisches Spital behält Baby als Pfand

Eine Klinik in Indonesien behält laut einem Zeitungsbericht seit Wochen ein Neugeborenes als Pfand ein, weil die Eltern die Rechnung für die Entbindung nicht zahlen können. Der Vater des Babys, ein 33-jähriger Fahrradtaxi-Fahrer, habe nur 1,3 Millionen Rupien der ausstehenden 3,5 Millionen Rupien (rund 300 Euro) zahlen können, berichtete die Zeitung "Jakarta Post" am Donnerstag.

Mutter ohne Kind nach Hause geschickt
Das Krankenhaus in Bojong Nagka nahe der Hauptstadt Jakarta habe deshalb die Mutter ohne ihr Kind nach Hause geschickt. "Ich weiß nicht, woher ich noch 2,2 Millionen Rupien herbekommen soll", sagte Vater Sutrisno dem Blatt. Er verdient laut Zeitung pro Tag nur zwischen 10.000 und 15.000 Rupien (0,85 bis 1,27 Euro) und hatte sich bereits für die erste Rate Geld von Freunden leihen müssen.

Kosten steigen immer weiter
Die Kosten für das indonesische Paar für die Auslösung ihres Babys steigen unterdessen immer weiter, berichtete die Zeitung "Kompas". Schließlich stelle das Krankenhaus auch für die Pflege des Neugeborenen Kosten in Rechnung. Die Mutter musste ihr Kind demnach bereits vor gut drei Wochen verlassen, nachdem das Kind am 21. Dezember zur Welt gekommen war. Die Klinik bestätigte gegenüber der "Jakarta Post", dass die Eltern das Kind erst nach Zahlung der offenen Rechnung mitnehmen könnten. Dem hätten die Eltern am Anfang auch zugestimmt. "Wir haben das Kind nicht als Geisel genommen", wurde ein Kliniksprecher zitiert.

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