Iraks Premier stoppt Offensive gegen Schiiten

400 Tote

Iraks Premier stoppt Offensive gegen Schiiten

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat am Freitag einen landesweiten Stopp der Offensive gegen militante Schiiten angeordnet. Das geht aus einer in Bagdad veröffentlichten Erklärung hervor. Die schiitisch dominierte Regierung in Bagdad reagiert damit auf den jüngsten Waffenruhebefehl des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr an die Kämpfer seiner schlagkräftigen Miliz "Mahdi-Armee". Bei den Kämpfen waren innerhalb einer Woche mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen.

Schwere Kämpfe in Basra
Muktada al-Sadr hatte am Vortag von der Regierung verlangt, die Angriffe auf seine Kämpfer einstellen zu lassen. Andernfalls würde die "Mahdi-Armee" mit ihren schätzungsweise 60.000 Mann Vergeltung üben. Malikis Erklärung erwähnte die Mahdi-Miliz nicht und nannte auch keinen zeitlichen Rahmen für den Stopp der Offensive. Vergangene Woche waren Basra und andere südirakische Städte von schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Sadr-Anhängern erschüttert worden.

Ein Selbstmordattentäter hat unterdessen am Freitag während der Beisetzung eines Polizisten in der irakischen Provinz Diala mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen. Ein Polizeisprecher sagte, der Terrorist habe sich in den Trauerzug eingereiht. Er zündete seinen Sprengstoffgürtel, während Angehörige, Kollegen und Freunde den Polizisten zu Grabe trugen, der am Vortag von Extremisten erschossen worden war.

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