Israel schmuggelt Aphrodisiaka nach Gaza

Vorwürfe

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Israel schmuggelt Aphrodisiaka nach Gaza

Die radikalislamische Palästinenserbewegung Hamas hat am Dienstag die israelischen Geheimdienste beschuldigt, im Gazastreifen einen Schmuggelring für Aphrodisiaka-Kaugummi und Drogen aufgezogen zu haben, "um die palästinensische Jugend zu verderben".

"Wir haben ausgehend von den Grenzübergängen nach Israel zwei Arten körperlicher Stimulantien im Gazastreifen entdeckt: Als Kaugummi und als Tropfen", erklärte Hamas-Polizeisprecher Islam Shahwan. Man habe einige Mitglieder der Schmugglerbande festgenommen. Diese hätten gestanden, "mit den zionistischen Geheimdiensten in Verbindung zu stehen".

Drogen zu niedrigem Preis
Einer der Festgenommenen habe angegeben, er habe große Mengen Drogen über einen Geheimdienstoffizier zu einem sehr niedrigen Preis erhalten, sagte Shahwan. Der Offizier habe erklärt, man wolle kein Geld dafür, sondern dass die Substanzen an Jugendliche im Gazastreifen verteilt würden. Die "Geheimdienste versuchen die junge Generation zu verderben, indem sie diese Produkten an Schüler und Studenten verteilen", empörte sich der Polizeisprecher.

Die israelische Armee verweigerte jeden offiziellen Kommentar zu den Vorwürfen. Aus militärischer Quelle hieß es, die Behauptungen der Hamas seien "absurd".

Nachdem die Hamas im Juni 2007 gewaltsam die Kontrolle des Gazastreifens übernommen hatte, verhängte Israel eine Blockade des Küstengebiets. Um die Blockade zu umgehen, gruben die Bewohner Tunnel an der Grenze zu Ägypten. Israel wirft der Hamas vor, über diesen Weg Waffen in den Gazastreifen zu schmuggeln.

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