Italienische Krankenschwester fälschte Tumortests

Rache als Motiv?

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Italienische Krankenschwester fälschte Tumortests

Eine italienische Krankenschwester ist verhaftet worden, weil sie hunderte Tumortests in einem Krankenhaus der toskanischen Stadt Livorno gefälscht haben soll. Hunderte von Menschen, die sich in Livorno einer Darmspiegelung zur Früherkennung des Dickdarmkrebs unterzogen hatten, erhielten vom Krankenhaus negative Diagnosen, obwohl die Kontrollen eigentlich positive Resultate ergeben hatten und daher weitere Untersuchungen notwendig gewesen wären, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Über 400 Befunde manipuliert
Die Krankenschwester fälschte die ärztlichen Befunde und teilte den Patienten schriftlich mit, dass mit ihnen alles in Ordnung sei. Auch im Computer wurden die gefälschten Daten eingegeben. Über 400 Befunde soll die Krankenschwester manipuliert haben. 18 Menschen sind an Dickdarmkrebs erkrankt, weil ihnen der Tumor nicht rechtzeitig diagnostiziert wurde, vermuten die Ermittler. Die Krankenschwester war bei der Fälschung der Dokumente von einigen Kollegen entdeckt worden.

Rache als Motiv?
Das Krankenhaus leitete eine Untersuchung ein. Noch unklar ist, ob die Krankenschwester die Befunde fälschte, weil sie sich die Arbeit ersparen wollte, die bei der Entdeckung eines positiven Tumortests notwendig ist: Telefonanrufe an die betroffenen Patienten, ein Treffen zur Klärung der Situation und weitere Untersuchungen. Nicht auszuschließen sei aber auch, dass die Krankenpflegerin aus Rache gegen die Spitalleitung und einige Kollegen die Befunde sabotierte. Die Frau weiterte sich bisher, auf die Fragen der Ermittler zu antworten.

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