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Jesus-Verkleidung in Italien vom Markt genommen

Faschings-Kostüm

 

Jesus-Verkleidung in Italien vom Markt genommen

Den Beschluss, dass die Verkleidug nicht mehr verkauft wird, fasste die norditalienischen Firma De Megni nach landesweiten Protesten in Italien. Die Firma erklärte, sie wolle sich bei der Kurie in Verona entschuldigen, die als erste wegen der in einigen Geschäften der Stadt verkauften Faschingsverkleidung protestiert hatte.

Ermittlungen
Das Set, das 28,35 Euro kostet, hatte empörte Reaktionen ausgelöst. Der Sekretär des obersten kirchlichen Berufungsgerichtes, der Apostolischen Signatur, Bischof Velasio De Paolis, forderte Ermittlungen gegen die Firma, die in Italien das Faschingskostüm vertreibt. Auch mehrere Parlamentarier hatten die Rücknahme des Konstüm-Sets aus dem Handel verlangt.

Das Kostüm-Set besteht aus einem weiße Gewand, einer braunen, langhaarigen Perücke, einem falschen Bart und einer Dornenkrone aus Plastik.

"Vulgäre Beleidigung"
Der Kurienkardinal Achille Silvestrini sprach von einer "vulgären und unannehmbaren Beleidigung" für die Gläubigen. "Die Figur Jesus hat einen symbolischen Wert und muss geschützt werden", so Silvestrini. Kardinal Ersilio Tonini sprach von einem Besorgnis erregenden Warnsignal einer Gesellschaft, die keinen Respekt mehr für die Religion habe.

Mexikaner verkleiden Jesus-Figuren
Die katholische Kirche in Mexiko hat die Gläubigen gebeten, zum Fest Mariä Reinigung nicht wieder die Jesus-Figuren in den Gotteshäusern zu verkleiden. "Würdest du den erwachsenen Jesus als Engel verkleiden? Oder als Fußballspieler?", fragte Pater Jose Jesus Aguilar von der Erzdiözese von Mexiko-Stadt. Die Antwort gab er auch gleich vor: "Nein! Und deshalb tue dies bitte auch nicht mit dem Jesus-Kind!", forderte der Geistliche.

Aguilar wandte sich damit gegen eine mexikanische Tradition, zu dem Fest am 2. Februar die Christus-Figuren in den Kirchen als Reiter oder Fußballspieler zu verkleiden. "Ein Bildnis ist keine Puppe", erinnerte der Pater. Die Gläubigen sollten sich daher auf andere Traditionen besinnen, anstatt das Jesus-Kind in derart profane Kostüme zu stecken, forderte Aguilar. Es gebe schließlich eine Menge Traditionen der Christus-Darstellungen: etwa als König, als Pater oder als Guter Hirte.

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