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Kalifornien

 

 

 

 

 

 

© APA

Jetzt kämpft die Nationalgarde in der Flammenhölle

Die Waldbrände in Kalifornien sind so bedrohlich, dass erstmals seit mehr als 30 Jahren die Nationalgarde zur Unterstützung der Feuerwehr eingesetzt wird. Einige der 200 Soldaten wurden unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Afghanistan oder dem Irak an die Feuerfront geschickt. Die Wald- und Buschbrände haben in den vergangenen drei Wochen mehr als 2.600 Quadratkilometer Land versengt - eine Fläche, die größer ist als das Saarland.

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger bat Präsident George W. Bush am Donnerstag um zusätzliche Kräfte. "Wir sind nun extrem hohen Temperaturen ausgesetzt und brauchen sofortige Bundeshilfe", schrieb der Gouverneur.

"Wir haben so viele Brände auf einmal zu bekämpfen, wir können nicht überall sein", sagte der stellvertretende Feuerwehrchef Dan Burns. Daher sei der Einsatz der Nationalgarde höchst willkommen, um die Einsatzkräfte zu entlasten. Bis Donnerstag konnten etwa 1.460 Brände eingedämmt werden. Mehr als 320 aber waren nach wie vor außer Kontrolle. In akuter Bedrohung mussten 14.000 Bewohner ihre Häuser verlassen.

Ein Schwerpunkt der Einsatzkräfte war am Donnerstag das Ufer des Flusses Feather gegenüber der Ortschaft Paradise, nordöstlich von San Francisco am Fuß der Sierra Nevada. Dort kämpften die Feuerwehrleute gegen die Flammen, um zu verhindern, dass der Brand den Fluss überwindet. Südlich von San Francisco, in der malerischen Küstenstadt Big Sur, wurden 27 Wohnhäuser ein Raub der Flammen. 145 Kilometer nördlich von Los Angeles brannte ein Waldstück im Sequoia-Nationalpark.

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