Jetzt spricht die Ex des Arizona-Killers

Highschool-Freundin

© AP Photo/Pima County Sheriff's Dept. via The Arizona Republic

Jetzt spricht die Ex des Arizona-Killers

Hawkes beschrieb den 22-Jährigen: "Er war ein komplett anderer Mensch - freundlich, einfühlsam, ein bisschen ruhig." Hawkes war mit Loughner in der High School zusammen, sie war gerade 15, er 16 - 2005 schien die Welt in der Tucson Mountain View High School in Ordnung zu sein.

Das änderte sich, als die Beziehung auseinanderbrach. Hawkes machte mit Loughner Schluss. Die Trennung dürfte er nicht überwunden haben. Er isolierte sich, begann Drogen und Alkohol zu nehmen. Schließlich flog Loughner im September vom College, weil er sich aggressiv verhalten hatte.

Als Hawkes vom Attentat erfuhr, war sie geschockt. "Ich hätte nie gedacht, dass er zu so etwas fähig ist", sagte Hawkes in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS. "Er ist jetzt eine komplett andere Person als die, die ich kannte."

Eine weitere Highschool-Freundin Loughners war Ashley Figueroa. Sie war 15, als sie sich in den späteren Attentäter verliebte. Doch die Beziehung hielt nicht lang. "Ich habe mich manchmal vor ihm gefürchtet, deswegen habe ich mich von ihm getrennt. Wenn er sich aufregte, dann presste er seine Fäuste fest zusammen und bekam so etwas wie einen Wutanfall." Figueroa traf Loughner zuletzt vor wenigen Monaten. Sie glaube nicht, dass er psychisch krank sei, sagte sie.

Erstes Opfer beigesetzt
Unterdessen ist am Donnerstag als erstes und jüngstes Opfer des Todesschützen die neunjährige Christina Green beigesetzt worden. Hunderte Menschen säumten in Tucson die Zufahrtstraße zur St.-Elizabeth-Ann-Seton Kirche, als der Trauerzug mit dem Sarg passierte. Zu den Trauergästen gehörte auch Mark Kelly, der Ehemann der Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords. Ihr hatte am vergangenen Samstag der Mordanschlag gegolten, der dann in ein Blutbad mit sechs Toten mündete.

Die kleine Christina war am 11. September 2001 geboren worden, dem Tag der verheerenden Terroranschläge in den USA. Eine große US-Flagge, die seinerzeit aus den Trümmern des New Yorker World Trade Centers geborgen worden war, wurde eigens nach Tucson gebracht und zwischen den ausgefahrenen Leitern von zwei Feuerwehrwagen aufgehängt.

Christina besuchte erst die dritte Klasse, zeigte aber trotz ihres jungen Alters frühes Interesse an der Politik. Eine Nachbarin hatte sie zu dem Treffen mit Giffords vor einem Supermarkt mitgenommen, bei dem der 22-jährige Jared Loughner dann das Feuer eröffnete.

Giffords macht "deutliche Fortschritte"
Giffords erlitt einen Kopfschuss, die Kugel bohrte sich durch ihren Schädel und trat wieder aus. Nach Angaben der Ärzte ist unklar, welchen Schaden ihr Gehirn genommen hat. Sie hat aber nach Angaben der Ärzte im Universitätsklinikum in Tucson "deutliche Fortschritte" gemacht. Sie öffne ihre Augen, sie gähne, nehme ihre Umwelt wahr und könne Arme und Beine bewegen.

Die US-Raumfahrtagentur NASA hat unterdessen einen Ersatzmann für den Ehemann Giffords' benannt. Der Astronaut ist seit drei Jahren mit ihr verheiratet. Nach dem Attentat wurde er von der NASA vom Dienst freigestellt. Er ist der designierte Kommandant des letzten Weltraumflugs des Shuttles "Endeavour", das am 19. April zu einer Mission ins Weltall starten soll.
 

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