Kicker wegen Rassismus verurteilt

Frankreich

 

Kicker wegen Rassismus verurteilt

In Frankreich ist erstmals ein Fußballer wegen Rassismus auf dem Sportplatz verurteilt worden. Der Amateur-Spieler Maxence Cavalcante ist mit einer viermonatigen Haftstrafe auf Bewährung belegt worden. Das Urteil ist am Dienstag von einem Gericht in Belley dans l'Ain gefällt worden. Cavalcante ist außerdem zu 100 Stunden Sozialarbeit und 1.700 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der 23-jährige Berufs-Fahrer bekannte sich im Verfahren schuldig, will aber dennoch Berufung einlegen.

"Du schmutziger Affe"
Der Abwehrspieler des Amateurvereins Lagnieu hatte beim Heimspiel am 25. Jänner einen dunkelhäutigen Gegenspieler von Rossillon beleidigt und ihn unter anderem mit den Worten "Du schmutziger Affe" beschimpft. Das Opfer, Makam Traore, brach auf dem Platz sofort in Tränen aus. Wegen seiner resoluten Reaktion wenige Stunden danach wurde der 32-Jährige aus dem Senegal aber in ganz Frankreich bekannt. Er ließ sich die Beleidigungen nicht gefallen und erstattete eine Anzeige, der sich auch die "Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus" (Licra) anschloss.

Rassismus treibt im französischen Profi-Fußball, aber auch und vor allem fern von Kameras und Schlagzeilen sein Unwesen.

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