Kinder in TV-Show in Wüste ausgesetzt

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Kinder in TV-Show in Wüste ausgesetzt

"Kid Nation" heißt die neue CBS-Sendung in der die Kinder für 40 Tage "ausgesetzt" werden. Angelehnt ist das ganze an William Goldings "Herr der Fliegen". In dem Buch landet eine Gruppe von Kindern auf einer einsamen Insel. Die Kinder organisieren sich dort selbst. Genau das wollte auch Tom Forman, der Entwickler von "Kid Nation" erreichen - zeigen, "dass Kinder dort erfolgreich sind, wo Erwachsene scheitern". Aber genau daran scheitert auch "Kid Nation". Denn schnell kommt es zwischen den teilnehmenden Kindern zu schweren Konflikten. Eine weitere Parallele zum "Herr der Fliegen" in dem ein Junge von den anderen sogar getötet wird.

Wie im Ferienlager
Laut Tom Forman geht es in der Geisterstadt "Bonanza City" nicht anders zu, als in jedem amerikanischen Ferienlager. Die Aufgaben der Kinder zeigen aber anderes. Sie mussten ihre sieben Sachen in schweren Karren in die Stadt ziehen, das tägliche Trinkwasser aus einem Brunnen pumpen und in Kübeln zu Unterkünften schleppen, selber kochen, putzen und waschen. Zudem führten die Kleinen selber Geschäfte, wie beispielsweise einen Saloon.

Psychologen und Mediziner haben sich zwar angeblich um die Kinder gekümmert, aber dennoch wurden einige teils schwerer verletzt. Die ganze Sendung rief sogar die staatlichen Behörden auf den Plan, die wegen Kinderarbeit ermittelten.

Kritik an Eltern
Vorwürfe wegen der Sendung mussten sich aber nicht nur die Entwickler, sondern auch die Eltern der Kinder gefallen lassen. Schließlich haben sie ihre Kinder zu dem Martyrium angemeldet. Dafür kassieren sie 5.000 Dollar "Startgeld" und bis zu 20.000 Dollar an Prämien.

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