Kinderpornos in Straftäter-Psychiatrie gefunden

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Kinderpornos in Straftäter-Psychiatrie gefunden

Wegen Verdachts der Kinderpornografie hat die Polizei am Freitag die Straftäter-Psychiatrie in der Landesklinik Uchtspringe in Sachsen-Anhalt durchsucht und 27 DVDs beschlagnahmt. Das teilte eine Sprecherin der Magdeburger Polizei mit. Sie bestätigte damit Informationen des "Spiegels", wollte aber keine weiteren Einzelheiten bekanntgeben. Zuständig sei die Staatsanwaltschaft Halle. Diese war zunächst nicht erreichbar.

Drei Männer und eine Frau unter Verdacht
Laut "Spiegel" betreffen die Ermittlungen wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischen Materials drei in Uchtspringe einsitzende Männer und eine Frau. Mehr als 200 Patienten seien von der Durchsuchungsaktion betroffen. Insassen hätten offenbar einen regen Tauschhandel mit kinderpornografischem Material betrieben, berichtete das Blatt vorab. Auf einer der sichergestellten DVDs sei die Vergewaltigung eines höchstens zehn Jahre alten Mädchens zu sehen.

Dem Bericht zufolge soll auch ein DVD-Rekorder mit Brenn-Funktion beschlagnahmt worden sein. Eine DVD sei als "normaler" Spielfilm getarnt, in den Vergewaltigungssequenzen professionell einkopiert worden seien.

Schon einmal kinderpornografisches Material entdeckt
"Wie die Kinderpornos und der Rekorder in die geschlossene Landeseinrichtung, die von einer privaten Firma betrieben wird, gelangen konnte, blieb zunächst unklar", berichtete das Nachrichtenmagazin weiter. Die Klinikleitung habe sich von den Vorgängen distanziert und nach Bekanntwerden des Skandals sämtliche Lockerungen des Maßregelvollzugs in den betroffenen Stationen ausgesetzt. Vor mehreren Jahren soll bei einer Durchsuchung in Uchtspringe schon einmal kinderpornografisches Bildmaterial entdeckt worden sein.

Der "Spiegel" zitierte einen Sprecher des Magdeburger Gesundheitsministeriums mit den Worten, es werde eine "umfangreiche Untersuchung" des Vorgangs angeordnet. In Uchtspringe sitzen psychisch kranke Sexualstraftäter und Pädophile ein. Zumindest zwei der vier verdächtigen Patienten sollen einschlägig vorbestraft sein, heißt es weiter.

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