Mehr als 100 Menschen sterben bei Erdbeben

Kirgisistan

© Photo by China Photos/Getty

Mehr als 100 Menschen sterben bei Erdbeben

Bei starken Erdbeben in Tibet und in der zentralasiatischen Republik Kirgistan sind insgesamt mindestens 100 Menschen getötet worden. In Kirgistan starben mindestens 70 Menschen, davon 41 Kinder. Die 30 Kinder im Vorschulalter und elf Volksschüler seien bei den Erdstößen mit einer Stärke von 6,6 in dem völlig zerstörten Bergdorf Nura getötet worden.

Erdbeben erschüttert Tibet
Es wurde mit weiteren Opfern gerechnet. In der chinesischen autonomen Region Tibet starben mindestens 30 Menschen bei einem Beben der Stärke 6,6.

Die Erdstöße in Tibet hatten sich um 16.30 Uhr Ortszeit etwa 80 Kilometer westlich der Stadt Lhasa in einer Tiefe von acht Kilometern ereignet. Eine Viertelstunde später gab es ein Nachbeben der Stärke 5,1. Es seien in der tibetischen Region Damxung viele Häuser eingestürzt und Straßen und Kommunikationswege zerstört worden. Unter den Trümmern werden noch mehr Opfer vermutet. Die Region liegt etwa 1.000 Kilometer von Kirgistan entfernt.

Nura wurde komplett zerstört
Dort ist das Bergdorf Nura mit knapp 1.000 Bewohnern im schwer zugänglichen Hochgebirge im Süden komplett zerstört worden. Das Beben mit einer von US-Seismologen gemessenen Stärke von 6,6 ereignete sich am Sonntagabend im Grenzgebiet zu China. Helfer flogen mit Hubschraubern in das Katastrophengebiet. Sämtliche Wege zu dem Dorf seien ebenfalls zerstört. Die nächste Krankenstation befinde sich fast 80 Kilometer entfernt.

Schwerverletzte würden in Krankenhäuser der Gebietshauptstadt Osch geflogen. Starke Nachbeben lösten unter den Bewohnern der betroffenen Region erneut Panik aus. Sogar in der etwa 400 Kilometer nördlich gelegenen Hauptstadt Bischkek war das Hauptbeben am Sonntagabend deutlich spürbar gewesen. Russland kündigte an, ein Flugzeug mit Hilfsgütern nach Südkirgistan zu schicken. Die betroffene Region gehört zu den Ausläufern des erdbebengefährdeten Pamir-Gebirges.

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