Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft

Erpressung & Betrug

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Klatten-Erpresser muss 6 Jahre in Haft

Der Erpresser der Quandt-Erbin Susanne Klatten ist am Montag vom Landgericht München I zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Damit blieb das Gericht unter der Strafforderung der Anklage, die für den Schweizer wegen Betrugs und versuchter Erpressung eine neunjährige Haftstrafe beantragt hatte. Der 44-jährige Schweizer Helg S. hatte zuvor gestanden, vier wohlhabende Frauen, darunter auch die reichste Frau Deutschlands, verführt und um mehrere Millionen Euro erleichtert zu haben.

Die Verteidigung hatte fünf Jahre Haft für angemessen gehalten. Durch sein Geständnis hatte S., der im Jänner 2008 in Tirol verhaftet worden war, seinen Opfern erspart, als Zeugen aussagen zu müssen.

Vier Frauen um Millionen erleichtert
Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hatte sich S. planvoll und zielgerichtet an die vier Frauen, darunter Klatten, herangemacht und sie um insgesamt mehr als neun Millionen Euro erleichtert. Das Geständnis von S. bezeichnete Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch in seinem Plädoyer als "Zweckgeständnis". S. habe "Ross und Reiter" nicht genannt und sich weder zum Verbleib des Geldes oder der Videos, mit denen er Klatten und eine weitere Frau erpressen wollte, geäußert, noch mögliche Mittäter genannt.

Die Verteidigung hingegen argumentierte, Klatten habe praktisch aus freier Entscheidung einen Millionenbetrag bezahlt. Die versuchte Erpressung wiederum drehe sich um die Bekanntgabe einer sexuellen Beziehung und sei nicht etwa vergleichbar mit der Erpressung von Supermarkt-Ketten durch Gift in Lebensmitteln, sagte Anwalt Egon Geis.

Geständnis
"Ich bedauere das Vorgefallene zutiefst und entschuldige mich hier in der Hauptverhandlung und in aller Öffentlichkeit bei den geschädigten Damen", sagte Sgarbi am Montag vor Gericht. Die Anklagepunkte "treffen im Kern zu", erklärte einer seiner Anwälte. Zu möglichen Mittätern wollte er sich nicht äußern. Wo das Geld geblieben ist, sagte er zunächst auch nicht.

Sgarbi versuchte den Ermittlungen zufolge, die Frauen mit intimen Bildern zu erpressen. Zum Verbleib der Videos sagte er am Montag zunächst nichts. Die BMW-Großaktionärin Klatten (46) hatte das Verfahren gegen den 44-jährigen Übersetzer, der sechs Sprachen spricht, mit ihrer Anzeige ins Rollen gebracht.

9,4 Mio Euro ergaunert
Der Schweizer hatte die Frauen in edlen Wellness-Hotels kennengelernt und Beziehungen begonnen. Als er seine Erpressungsversuche startete, hatte er laut Anklage von Klatten und zwei anderen Frauen binnen eineinhalb Jahren bereits 9,4 Millionen Euro freiwillig bekommen. Zu den Zahlungen brachte er die Frauen nach Überzeugung der Staatsanwalt stets mit der Geschichte von einem Unfall mit einem schwer verletzten Kind. Nun müsse er sich freikaufen.

Gelder an Sekte?
Die Millionensummen soll der Schweizer zumindest teilweise dem Leiter einer Sekte in Italien gegeben haben. Laut Staatsanwaltschaft gilt dieser als mutmaßlicher Mittäter, gegen ihn besteht ein europäischer Haftbefehl. Jedoch will die italienische Justiz auch die in Deutschland begangenen Taten verhandeln.

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