Kolumbus hieß gar nicht Kolumbus

War aus Schottland

Kolumbus hieß gar nicht Kolumbus

Ein spanischer Historiker will herausgefunden haben, dass der Amerika-Entdecker Christoph Kolumbus in Wirklichkeit Pedro Scotto hieß und schottische Vorfahren hatte. Die Beschreibungen der Zeitgenossen des legendären Seefahrers zeigten, dass Kolumbus nichts mit dem von ihm überlieferten Bild gemein habe, sagte der Geschichtswissenschaftler Alfonso Enseñat de Villalonga der Zeitung "ABC" vom Sonntag.

Die weitverbreitete Annahme, der Seefahrer sei Sohn eines Webers aus Genua, ist den Angaben des Historikers zufolge falsch. Aus damaligen Aufzeichnungen lasse sich entnehmen, dass Kolumbus aus der Händlerfamilie Scotto stamme und auf den Namen "Pedro" getauft worden sei. Der Nachname der Familie lasse sich mit ihrer Herkunft aus Schottland erklären, sagte der Historiker. Die schottische Abstammung soll demnach auch am Erscheinungsbild des Entdeckers zu erkennen gewesen sein. "Er hatte helle Augen und Sommersprossen. Er war zudem blond, auch wenn er früh ergraute", sagte Enseñat de Villalonga der Zeitung.

In Diensten eines Seeräubers
Den Nachnamen Kolumbus habe der spätere Entdecker angenommen, weil er eine zeitlang in Diensten des Seeräubers Vincenzo Colombo gestanden sei, berichtete der Historiker. Kolumbus habe den Namen seiner Familie durch seine Tätigkeit für den Piraten nicht beschmutzen wollen.

Die Herkunft von Kolumbus ist umstritten. Am weitesten verbreitet ist die These, wonach er aus einer genuesischen Weberfamilie stammte. Manche Forscher sehen die Herkunft des Entdeckers (1451-1506) aber auch in den spanischen Regionen Galizien oder Katalonien, Portugal oder der französischen Insel Korsika.

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