Kreuzfahrtschiff in der Ostsee evakuiert

Lettland

 

Kreuzfahrtschiff in der Ostsee evakuiert

Das am Vortag vor der auf einer Sandbank in der Einfahrt zur Rigaer Bucht gestrandete Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa" wurde erfolgriech evakuiert. Sämtliche Passagiere und einige Besatzungsmitglieder sind am Montag von dem vor der lettischen Küste aufgelaufenen Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa" evakuiert worden. Die lettische Küstenwache entschloss sich um die Tagesmitte für die Aktion, weil das Aufkommen schlechterer Wetterbedingungen befürchtet wurde. Insgesamt transportierte die lettische Küstenwache nach eigenen Angaben 662 Personen zum nächstgelegenen Hafen in der westlettischen Stadt Ventspils.

Von dort sollen die vorwiegend aus Deutschland kommenden Urlauber mit einem Sonderzug noch am Montag per Bahn nach Riga weiterreisen, wo bereits Hotelzimmer reserviert sind. Anschließend will ihnen der Reiseveranstalter, die deutsche Lord Nelson Reisen, den Rückflug nach Deutschland zahlen. Die Stimmung unter den Touristen war Medienberichten zufolge locker und entspannt.

Die schwedische Küstenwache ist nach Angaben eines Sprechers für einen Assistenzeinsatz weiterhin bereit, hat bisher aber noch kein diesbezügliches Ersuchen aus Lettland erhalten.

Ursache noch unklar
Das 200 Meter lange Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa" lief Sonntag früh bei gutem Wetter auf eine Sandbank 18 Kilometer nördlich der lettischen Küste in der Einfahrt zum Golf von Riga auf. Bisher ist unklar, was zu dem offensichtlichen Navigationsfehler führte. Ermittlungen dazu sind noch in Gang.

Der als Regierungsvertreter am Sonntag per Hubschrauber auf das Schiff geeilte lettische Verteidigungsminister Vinets Veldre vermutete, der griechische Kapitän des Schiffes habe offensichtlich den Touristen eine bessere Aussicht auf das Kap Kolka für Schnappschüsse bieten wollen und das Schiff zum falschen Zeitpunkt gedreht. Laut der lettischen Nachrichtenagentur LETA liegt die "Mona Lisa" rund 700 Meter abseits der vorgesehenen Route auf Grund.

Das Kreuzfahrtschiff steckte am Montagabend mit dem Rumpf noch immer tief im Sand fest. Bisher konnten Taucher kein Leck feststellen. Dennoch ist noch unklar, wann und wie der Luxusliner wieder flott gemacht werden kann und wie lange der Großteil der Besatzung an Bord bleiben soll. Das rund 29.000 Tonnen schwere Schiff widersetzte sich trotz Ablassen des Wassers aus den Ballast-Tanks allen bisherigen Schleppversuchen, für die die lettische Küstenwache bis zu vier Schiffe gleichzeitig einsetzte.

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