Sonderthema:
Lebensgefährte der Toilettensitz-Frau angeklagt

Misshandlungsvorwurf

© EPA/ADRIAN BRADSHAW

Lebensgefährte der Toilettensitz-Frau angeklagt

Nach der Rettung einer Frau in Kansas, die fast zwei Jahre lang auf der Toilette saß, ist ihr Lebensgefährte wegen Misshandlung angeklagt worden. Der 37-Jährige muss deswegen voraussichtlich im April zu einer ersten richterlichen Anhörung erscheinen, wie der Staatsanwalt des Bezirks Ness, Craig Crosswhite, jetzt mitteilte.

"Ungewöhnliche Umstände"
"Es liegen sehr ungewöhnliche Umstände vor", sagte Crosswhite. Die Anklage wegen Misshandlung einer schutzbedürftigen Erwachsenen komme dem Tatbestand aber am nächsten.

Möglicherweise künftig an Rollstuhl gefesselt
Die 35-jährige Freundin des Angeklagten saß so lange auf der Toilette, dass sich offene Wunden bildeten und ihre Haut mit dem Toilettensitz zusammenwuchs. Sie musste in einer Operation davon getrennt werden. Ärzte der behandelnden Klinik in Wichita teilten inzwischen mit, die Patientin sei möglicherweise künftig auf einen Rollstuhl angewiesen, da eine Infektion die Nerven in den Beinen geschädigt habe.

"Schuldig, nicht schon früher um Hilfe gebeten zu haben!"
Die Polizei wurde am 27. Februar von dem Freund der Frau angerufen. Er habe gesagt, "dass irgendetwas mit seiner Freundin nicht stimmt", sagte der eingesetzte Polizist. Der Freund habe sie mit Nahrung und Wasser versorgt und sie jeden Tag gefragt, ob sie nicht aus dem Bad kommen wolle. Ihre Antwort sei gewesen: "Vielleicht morgen". Der Lebensgefährte der Frau sagte danach der Nachrichtenagentur AP: "Die einzige Sache, bei der ich schuldig bin, ist, dass ich nicht schon früher um Hilfe gebeten habe".

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