Liebesbrief an Sarkozy war für seine Frau! Liebesbrief an Sarkozy war für seine Frau!

"Millionen Küsse"

© AFP

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Liebesbrief an Sarkozy war für seine Frau!

Die Internet-Ausgabe der "Le Monde" hatte das Foto mit dem Liebesbrief bereits veröffentlicht. Der Chefredakteur einer Zeitschrift namens "Choc", Christophe d'Antonio, machte daraufhin eine erstaunliche Entdeckung: Er machte sich die Mühe, das Sarkozy-Foto der Agentur AFP vom 12. September einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf dem Bild ist Sarkozy zu sehen, der einen Aktenstapel unter dem Arm trägt, auf dem ein handbeschriebenes DIN-A-4-Blatt liegt. Vergrößert man das Bild, kann man den Text darauf entziffern, und der hat es in sich. Unter anderem ist darauf zu lesen:

"Ich habe den Eindruck, Dich seit einer Ewigkeit nicht mehr zu sehen, und Du fehlst mir. (...) Am Donnerstag machen wir unsere Spritztour nach Essaouira (...), aber ich hoffe, Dich nächste Woche oder am Wochenende zu sehen. Millionen Küsse!"

Die französische Zeitung entschied sich jedoch dafür, diese Details nicht veröffentlichen. Der Grund dafür: Die "Absenderin" konnte nicht ausgeforscht werden. "Wir haben uns amüsiert, dass Sarkozy die Briefe seiner Geliebten während der Kabinettssitzung liest", so der Chefredakteur von "Choc".

Zensur?
"Choc" gehört jedenfalls zur Gruppe Lagardère, dessen Chef Arnaud Lagardère eng mit Sarkozy befreundet ist. Zur selben Verlagsgruppe gehört übrigens die Zeitschrift "Paris Match", die vor wenigen Aufsehen erregt hat, als sie ein Urlaubsfoto des Präsidenten veröffentlicht hatte, auf dem dessen Hüftspeck wegretouchiert war.

Absenderin: Brief war für Gattin bestimmt
Mittlerweile hat sich die Absenderin der Zeilen allerdings bei einer anderen französischen Zeitung gemeldet und "geoutet", die Verfasserin dieses Briefes zu sein. Dabei handelt es sich um die konservative Politikerin Isabelle Balkany. Gegenüber der Zeitung "Le Parisien" gab sie zu, den Brief geschrieben haben - allerdings - nicht an Herrn Sarkozy, sondern an Cécilia, seine Gattin! "Ich habe mich kaputt gelacht, als ich bemerkt habe, welche Unruhe mein Brief ausgelöst hat", sagte Balkany dem Blatt.

Offen ist jetzt also, wieso eine konservative Politikerin Sarkozys Gattin einen "Liebesbrief" schreibt und warum dieser vom Staatschef zu einer Kabinettssitzung mitgenommen wurde. "Das weiß ich auch nicht", sagte ein Regierungssprecher.

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