Sonderthema:
Maddies Mutter:

Mädchen seit 4 Jahren vermisst

Maddies Mutter: "Mein Kind lebt"

Die süße Maddie gilt als der mysteriöseste Vermisstenfall seit Natascha Kampusch. Das britische Mädchen wurde, so sagen ihre Eltern, aus einem Ferienapartment in Portugal entführt. Bis heute fehlt jede Spur von Madeleine – ihre Mutter Kate McCann hat nun ein Buch über die Jahre der Suche geschrieben.

Aus PR-Gründen (der Erlös wird für die Suche verwendet) trat das Ehepaar McCann nun bei „Beckmann“ in der ARD auf und verstörte mit teils kühlen Aussagen die TV-Seher. „Wenn wir Bilder von ihr sehen, sind wir schon abgestumpft“, sagte Kate McCann etwa. „Bei Videos sind wir noch emotional.“

Der „Fall“ verwirrt viele. Immer noch gibt es Stimmen, die behaupten, dass die Eltern selbst etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun haben könnten. Beweise dafür gibt es keine. Allerdings auch keine für eine Entführung.

"Wir sind Eltern, wir brauchen Antworten"

Frage: Sie sind sich sicher, dass Ihre Tochter Madeleine lebt. Was macht Sie denn so sicher?
Kate McCann: Es gibt keine Beweise, die uns zeigen, dass ihr etwas zugestoßen ist. Und es gibt Fälle, da tauchen Kinder nach zehn Jahren wieder auf. Wir werden die Hoffnung nie aufgeben. Mein Kind lebt.

Frage: Bei uns kennt man den Fall von Natascha Kampusch, wo es viele Jahre dauerte, bis das Mädchen wieder auftauchte … Was denken Sie, ist wirklich bei Madeleine passiert?
Gerry McCann: Es ist eine traurige Tatsache, dass Madeleine entführt wurde, und wir sind sicher, dass sie von einem Mann entführt wurde – was danach passierte, wissen wir aber nicht. Der Fall Natascha Kampusch zeigt ja, was alles möglich ist und welche unglaublichen Szenarien es gibt, wenn Kinder verschwinden.

Frage: Sucht eigentlich auch die Polizei noch nach ihrer Madeleine?
Kate: Die offiziellen Untersuchungen wurden 2008 abgeschlossen, seitdem führen wir private Ermittlungen und wir haben auch erste Erfolge, denn die englische Regierung hat sich bereit erklärt, den Fall noch einmal aufzurollen. Es gibt zwar keine neue Suche, aber sicher neue Erkenntnisse und Informationen.
Gerry: Die Öffentlichkeit war sicher der Meinung, die Polizei hätte die ganze Zeit im Hintergrund gearbeitet, aber das ist nicht so. Wir selbst haben gegenüber der Polizei gesagt: Es ist nicht richtig, dass die Eltern die Mittel dafür aufbringen müssen.

Frage: Was ist denn Ihre letzte Erinnerung an, Ihr letztes Bild von Madeleine?
Kate: es war ein bedeutsamer Moment, ich war mit den drei Kindern im Apartment, die Zwillinge am Sofa, Madeleine bei mir am Schoß, ich las eine Geschichte vor, sie waren gebadet und fertig zum Schlafen. Madeleine hat sich an mich geschmiegt, es war ein warmer, bedeutender Moment.

Frage: Etwa 100 Tage nachdem Madeleine verschwunden war, drehte sich der Fall, und plötzlich waren Sie unter Verdacht. Bis heute gibt es Stimmen, die meinen, Sie selbst wären an ihrem Tod beteiligt, was entgegen Sie?
Kate: Die Polizei in Portugal war unter großem Druck und wollte den Fall loswerden. Als sie die Spürhunde durch unser Apartment geschickt hatten, war das eigentlich gar nicht erlaubt, denke ich. Die haben sie benutzt, um etwas gegen uns zu verwenden.

Frage: Aber woher kam der Vorwurf des Leichengeruches in Ihrem Auto, warum hält er sich bis heute?
Gerry: Es war eine unmögliche Situation, im August drehte sich alles, die Schlagzeilen kamen. Aber zum Glück für uns wurde der Fall geschlossen und wir durften nach 15 Monaten nicht mehr als verdächtig geführt werden. Ein Gericht hat auch bestätigt, dass es eine lachhafte Theorie sei, dass wir unsere Madeleine tot gefunden und versteckt hätten.

Frage: Gibt es den Wunsch von Ihnen: Nur noch Gewissheit?
Gerry: Ja, wir brauchen eine Antwort, wir sind Eltern, wir können nicht aufgeben.

B. Haas
 

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