Mädchen bei Flugblatt-Abwurf erschlagen

Afghanistan

Mädchen bei Flugblatt-Abwurf erschlagen

Im Süden Afghanistans ist ein Mädchen von einer Ladung Flugblätter erschlagen worden. Der von einem Militärflugzeug abgeworfene Karton mit dem Informationsmaterial habe sich nicht wie vorgesehen vollständig in der Luft geöffnet. Bei seinem Aufprall am Boden habe er deshalb das Kind schwer verletzt, erklärte ein Sprecher der britischen Luftwaffe. Trotz Rettungsversuchen in einem örtlichen Krankenhaus sei das Mädchen an den Folgen des Unfalls gestorben.

Das Verteidigungsministerium in London ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an, der sich Ende Juni in der Provinz Helmand ereignet habe. Es handle sich um den ersten bekannten Fall dieser Art. Die ausländischen Truppen in Afghanistan werfen regelmäßig Handzettel von Flugzeugen ab, um die Bevölkerung mit Informationen oder Warnungen zu versorgen und den Taliban nicht die Meinungshoheit zu überlassen.

Tote unter der Zivilbevölkerung in Afghanistan sind inzwischen ein äußerst sensibles Thema unter den Verbündeten. US-Kommandant Stanley McChrystal hat den Schutz der Bevölkerung vor Angriffen der ISAF- und US-Truppen als Voraussetzung für eine Wende in dem Konflikt bezeichnet. Großbritannien hat 9.000 Soldaten in Afghanistan, die meisten davon in Helmand.

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