Marcos Anwälte legen Mandat nieder

Kritik an Gegenseite

Marcos Anwälte legen Mandat nieder

Die Uelzener Anwälte des in der Türkei inhaftierten 17-jährigen Marco haben ohne Angabe von Gründen ihr Mandat niedergelegt. In dem Schreiben werfen sie der Gegenseite zudem vor, falsche Aussagen zu verbreiten. Anwalt Jürgen Schmidt bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der im niedersächsischen Uelzen erscheinenden "Allgemeinen Zeitung".

Charlotte hat noch nicht ausgesagt
Die 13-jährige Britin, die der Schüler Marco vergewaltigt haben soll, habe nach Auskunft des zuständigen Gerichts in England noch nicht ausgesagt, heißt es laut Zeitung in dem Schreiben der Anwälte Norbert Walther und Jürgen Schmidt. Dies hatte der türkische Anwalt des Mädchens vor dem letzten Verhandlungstag vor einer Woche verbreitet.

"Die Behauptung des türkischen Rechtsanwaltes von Charlotte, Ömer Aycan, anlässlich des letzten Haftprüfungstermins am 28. September 2007, dass diese bereits in Großbritannien amtlich vernommen worden sei, ist demnach ebenso falsch wie dessen Zitate aus dem angeblichen Vernehmungsprotokoll", zitiert die Zeitung aus dem Schreiben.

Mit dem Brief legen die beiden Rechtsbeistände auch ihr Mandat nieder, nennen jedoch keine Gründe für den Schritt. Der "Allgemeinen Zeitung" zufolge gibt es zwischen ihnen und dem Hannoveraner Anwalt Matthias Waldraff Spannungen. Waldraff wurde von den Eltern Marcos nachträglich engagiert.

Prozess wird am 26. Oktober fortgesetzt
Der 17-Jährige sitzt seit 12. April in türkischer Haft. Marco hatte die 13-jährige Charlotte aus Großbritannien während des Osterurlaubs im südtürkischen Badeort Side kennengelernt. Nach einem Discoabend mit anderen Jugendlichen landeten die beiden schließllich im Hotelzimmer des Mädchens. Nach Aussage von Marco war die Initiative zu den Zärtlichkeiten von dem Mädchen ausgegangen. Charlotte habe sich zudem als 15- Jährige ausgegeben. Den Vorwurf der Vergewaltigung bestreitet Marco.

Der Prozess gegen Marco war Ende September erneut vertagt worden. Das Verfahren soll nun am 26. Oktober fortgesetzt werden.

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