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Mexikos Armee hebt Mega-Waffenlager aus

Die mexikanischen Behörden haben im Kampf gegen die organisierte Kriminalität am Samstag den größten Waffenfund in der Geschichte des Landes verkündet. Bei einer Razzia im nordöstlichen Bundesstaat Tamaulipas hätten Soldaten insgesamt 540 Schusswaffen und eine halbe Million Patronen sichergestellt, wie das Verteidigungsministerium in Mexiko-Stadt mitteilte.

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Außerdem seien 162 Granaten, mehrere vergoldete Pistolen und ein Raketenwerfer beschlagnahmt worden. Bereits am Freitag hatte die Bundespolizei die Verhaftung eines seit langem gesuchten Auftragsmörders des Golf-Drogenkartells bekanntgegeben.

"Der Fund ist der größte in der Geschichte Mexikos", sagte die Sprecherin der Spezialeinheit gegen organisierte Kriminalität, Marisela Morales. Das Waffenarsenal sei bei drei mutmaßlichen Mitgliedern des Golf-Kartells beschlagnahmt worden, einer der gefährlichsten Verbrecherorganisationen des Landes. Bei ihnen seien außerdem tausend Magazine zum Nachladen automatischer Waffen und fast eine Million Peso sowie 86.000 Dollar (zusammen etwa 100.000 Euro) gefunden worden, sagte General Xicoténcatl de Azolohua.

Drogen-Chef geschnappt
Zuvor hatte die mexikanische Bundespolizei bekanntgeben, dass sie ebenfalls in Tamaulipas einen gesuchten Killer des Golfkartells, Jaime González Durán, dingfest gemacht habe. Durán ist ein ehemaliger Soldat, der in den 90er Jahren desertierte und mit einer Gruppe von Kollegen unter dem Namen Los Zetas eine Kampftruppe gründete, die für das Golf-Drogenkartell arbeitete. Durán werden zahlreiche Morde zur Last gelegt, von den US-Behörden wird er wegen Kokainhandels gesucht.

Die mexikanischen Behörden hatten der organisierten Kriminalität schon mehrfach den verstärkten Kampf angesagt. Insgesamt sind derzeit 36.000 Soldaten in den betroffenen Gebieten im Einsatz. In den vergangenen Wochen wurden mehrfach Festnahmen führender Köpfe der Drogenkartelle des Landes bekanntgegeben. Die Kartelle liefern sich einen brutalen Bandenkrieg, bei dem seit Anfang des Jahres Zählungen der Presse zufolge 3800 Menschen getötet wurden. Am stärksten betroffen sind die Gebiete nahe der Grenze zu den USA, wo die Banden um die lukrativen Schmuggelrouten kämpfen.

Foto: (c) Reuters, APA

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