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Mount-Everest-Erstbezwinger Edmund Hillary ist tot

Kletter-Sir

Mount-Everest-Erstbezwinger Edmund Hillary ist tot

Sir Edmund Hillary, der erste Mensch auf dem Gipfel des Mount Everest, ist tot. Der Bezwinger des höchsten Berges der Welt (8.848 Meter) starb im Alter von 88 Jahren. Er bezwang den Mount Everest gemeinsam mit dem nepalesischen Sherpa Tenzing Norgay am 29. Mai 1953.

Weltbekannter Neuseeländer
Hillary wurde mit der Mount-Everst-Bezwingung durch eine britische Expedition über Nacht weltberühmt, ruhte sich auf den Lorbeeren aber nicht aus. So leitete er 1958 eine Expedition, die fast ein halbes Jahrhundert nach dem legendären Wettlauf zwischen Amundsen und Scott den Südpol erreichte. Dann suchte er im Himalaya den Schneemenschen Yeti.

Globetrotter und Abenteurer
1977 erkundete er den Ganges in Indien von der Mündung bis zur Quelle. Mit der ersten Menschen auf dem Mond, Neil Armstrong, flog er 1985 zum Nordpol. Von 1985 bis 1989 wurde er Botschafter in Indien.

Familiäre Tragödien
Schicksalsschläge waren Hillary nicht fremd: seine erste Frau stürzte mit seiner einzigen Tochter 1975 in Kathmandu (Nepal) ab. Seine zweite Frau, June Mulgrew, war die Witwe eines Freundes, der 1979 für Hillary als Reiseleiter bei einem Touristenflug über der Antarktis eingesprungen war und abstürzte.

Berg als Klettermagnet
Der Mount Everest, der lange Zeit als unbezwingbar galt, wurde nach Hillarys Erstbesteigung zum Ziel von Abenteurern aus aller Welt. Mehr als 3.000 Mal wurde der Berg bis heute erklettert. Über 200 Bergsteiger starben seit den 20er Jahren beim Versuch, den Gipfel zu erklimmen.

Ich-Menschen statt Kameraden
Hillary betrachtete die wachsende Kommerzialisierung der Himalaya-Kletterei mit Sorge. Mit Abscheu geißelte er einen Landsmann, der im Mai 2006 einen halberfrorenen Engländer kurz vor dem Everest-Gipfel links liegen ließ, um selbst den Gipfel zu erreichen statt zu helfen. Der Engländer starb. Tugenden wie Kameradschaft seien dem Ehrgeiz der Ich-Menschen gewichen, beklagte er.

2007 kehrte Hillary im Alter von 88 Jahren noch einmal an den Südpol zurück. Dort nahm er an der Feier zum 50. Geburtstag der Scott-Basis teil, die er selbst mit eingerichtet hatte.

In den letzten Jahren hatte der Sir wiederholt gesundheitliche Probleme gehabt.

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