Mozzarella-Panik ausgebrochen

Käsepanik

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Mozzarella-Panik ausgebrochen

In Asien ist Mozzarella-Panik ausgebrochen. Nach Südkorea hat auch die japanische Regierung beschlossen, Importe der Büffel-Mozzarella aus der süditalienischen Region Kampanien zu verbieten. Die Maßnahme wurde ergriffen, nachdem die kampanischen Justizbehörden in den vergangenen Tagen 61 Unternehmen geschlossen hatten, in denen Büffel zur Produktion der Milch für die Mozzarella gezüchtet werden. In der Büffel-Milch wurden Dioxin-Spuren entdeckt. Experten vermuten, dass die Tiere das verseuchte Gras in der Nähe illegaler Mülldeponien gefressen haben könnten.

Italienische Politik spricht von Übertreibung
Italiens Landwirtschaftsminister Paolo De Castro bezeichnete den Importstopp für die Büffel-Mozzarella als übertrieben. Er warnte davor, auf internationaler Ebene unbegründeten Alarm zu schüren. "Die Ermittlungen in Kampanien beweisen, dass die Kontrollen effizient sind und einen sicheren Konsum der italienischen Mozzarella garantieren", sagte De Castro. Am heutigen Mittwoch ist ein Expertentreffen im römischen Gesundheitsministerium geplant, um mögliche Gefahren für die Gesundheit der Konsumenten zu bewerten.

Ermittlungen gegen 109 Personen
Ermittlungen waren vergangene Woche gegen 109 Personen wegen der Dioxin-Spuren in der Mozzarella eingeleitet worden. Die Kontrollen betrafen 200 Käseproduzenten und Zuchtunternehmen in Kampanien. Italien exportiert Büffel-Mozzarella im Wert von jährlich 48 Millionen Euro.

Die EU forderte von Rom Erklärungen über die Dioxin-Spuren in der Büffel-Milch. "In den nächsten zwei Tagen erwarten wir von den italienischen Gesundheitsbehörden Informationen über angebliche Dioxin-Spuren in der Büffelmilch", verlautete aus der Pressestelle des EU-Gesundheitskommissars, Markos Kyprianou. Aus Brüssel hieß es jedoch vorerst, man wolle unbegründete Aufregung vermeiden.

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