Öl-Leck auf norwegischer Nordsee-Bohrinsel

Besatzung evakuiert

© EPA/STATOIL HYDRO

Öl-Leck auf norwegischer Nordsee-Bohrinsel

Wie die Aufsichtsbehörde in Oslo mitteilte, konnte die Explosionsgefahr als Folge von Gasbildung gebannt werden. 160 der 217 auf der Bohrinsel arbeitenden Männer und Frauen waren zuvor in größter Eile per Hubschrauber auf benachbarte Plattformen des Statfjord-Feldes evakuiert worden. Die Umgebung der Bohrinsel war auf einer Fläche von drei Quadratkilometern mit Öl bedeckt.

Öl ausgetreten
Seit dem Morgen war aus einem der drei als Tanks verwandten Betonpfeiler der Plattform Öl ausgetreten. Wegen der Bildung gefährlicher Gase durften nur knapp 60 für die Not-Arbeiten benötigte Spezialisten auf Statfjord A bleiben. Um die Explosionsgefahr zu vermindern, pumpten sie weiteres Öl aus dem leckgeschlagenen Tank in die Nordsee. Diese Operation sei erfolgreich abgeschlossen, erklärte ein StatoilHydro-Sprecher am Nachmittag. Zur Entsorgung des in die Nordsee ausgetretenen Öls wurden Spezialschiffe in Bewegung gesetzt.

Weiter ernste Lage
"Die Lage ist ernst und immer noch unübersichtlich", meinte der Sprecher. Er bezeichnete das Leck als "alles andere als alltäglich". Die Plattform Statfjord A ist seit 1979 in Betrieb und eine der ältesten auf den norwegischen Gas- und Ölfeldern in der Nordsee. Sie liegt westlich von Bergen an der Grenze zum britischen Festlandsockel.

Die norwegische Umweltorganisation Bellona warf StatoilHydro "leichtfertigen Umgang" mit Sicherheitsproblemen bei der Ölförderung vor. Sie verwies auf einen ähnlichen Vorfall auf Statfjord A im vergangenen Jahr, bei dem die Besatzung viel zu spät reagiert habe. Der teilstaatliche Konzern StatoilHydro ist der mit Abstand größte Förderer von Öl und Gas aus dem norwegischen Teil der Nordsee.

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