Österreicherin stürzt sich aus UN-Zentrale

New York

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Österreicherin stürzt sich aus UN-Zentrale

Im Leben war sie unauffällig, im Tod spektakulär: Sonntag früh stürzte sich die 44-jährige Maria DiBiase aus dem weltberühmten UN-Hochhaus am East River in New York. Minuten vor dem Drama war die Frau mit dem österreichischen Pass noch ganz normal zum Dienst in einem Büro der WHO (Weltgesundheitsorganisation) erschienen, hatte mit ihren Kollegen geplaudert. Nur kurze Zeit später fanden Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ihren zerschmetterten Leichnam am Fuß des Gebäudes im Gras.

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(c) AP

Spurensuche
„Die Dame war keine unserer Konsulatsmitarbeiterinnen. Wir versuchen derzeit über Anfrage der New Yorker Polizei, Angehörige in Österreich ausfindig zu machen, um mehr über ihren privaten Hintergrund herauszubekommen“, so ein Sprecher des Außenamtes. Tatsächlich könnte die Frau auch mit dem ehemaligen Botschafter von Uruguay in Wien verwandt sein. Indes scheint es den US-amerikanischen Behörden schwerzufallen, mehr über die zurückgezogen lebende WHO-Mitarbeiterin herauszufinden. „Momentan gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen, wir ermitteln jedoch in alle Richtungen“, so NYPD-Detectiv Martin Speechley.

Liebeskummer
Nach dem Drama sperrten die Behörden den Fundort der Toten hermetisch ab, Personal des UN-Hauptquartiers musste bis zur Befragung in dem Gebäude bleiben. Die Kriminalisten untersuchen nun mögliche Motive für die Verzweiflungstat. Liebeskummer oder schwere gesundheitliche Probleme sowie Differenzen im Job werden genau durchleuchtet.

Bereits 1982 nahm sich ein UN-Mitarbeiter durch einen Sprung aus dem Fenster das Leben. Johannes Raven (57) sprang aus dem 18. Stock der Zentrale in den Tod. Der Mann hatte an einer unheilbaren Krankheit gelitten.

H. Bauernebel, M. Hofer

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