Mord im Ferienparadies

Blutiges Drama auf Philippinen

Mord im Ferienparadies

Er suchte sein Glück und fand den Tod: Mehrmals in den vergangenen fünf Jahren hatte Daniel Dieterle aus Karlstetten (NÖ) auf den Philippinen längere Zeit die Seele baumeln lassen. Dabei verliebte sich der 38-Jährige in die rassige Einheimische Pamela Garcia. Und die Fernbeziehung ging gut.

Aussteiger
Bald feierte das Paar Verlobung und bekam zwei Töchter. Die Folge: Im Vorjahr stieg Daniel Dieterle endgültig aus seinem bisherigen Leben aus. Er übersiedelte ganz ins ­Ferienparadies, konkret in die Provinz Quezon, und versuchte dort, in der Hauptstadt Unisan eine neue Existenz auf mehreren Standbeinen aufzubauen.

Wüster Streit
Unter den Geschäftsideen des Niederösterreichs: ein Handel mit Kokosnüssen und ein Immobilien-Büro. Als neuer Makler aber kam Dieterle offenbar dem Platzhirsch Pedro Abanilla in die Quere. Denn am Mittwoch hörte Lebensgefährtin Pamela einen wüsten Streit zwischen ihrem Herzblatt und dem Konkurrenten mit.

Todesschüsse

Furchtbare Folge: Donnerstag wurde Dieterle in einem Straßencafé aus einem fahrenden Auto unter Feuer genommen und von mehreren Kugeln getroffen. Zwei Stunden später starb der Österreicher im Spital. Polizeichef Nuato Puache: „Zeugen haben das Kennzeichen des Killer-Wagens notiert. So kamen wir rasch auf Pedro Abanilla. Und die Verlobte des Opfers hat uns dann sein Motiv erklärt.“

Mutter am Tatort
Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal: „Unser Botschafter kümmert sich um die Familie.“ Freitag ist Dieterles Mutter Annemarie nach Unisan geflogen. Um ihre beiden Enkel zu trösten – und ihren toten Sohn heimzuholen.

W. Höllrigl

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