Piraten ziehen mit Sirius-Star auf hohe See ab Piraten ziehen mit Sirius-Star auf hohe See ab

Islamisten-Drohung

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Piraten ziehen mit Sirius-Star auf hohe See ab

Nach Drohungen islamistischer Milizen in Somalia haben die Piraten mit dem gekaperten Supertanker "Sirius Star" den Ankerplatz vor der Hafenstadt Haradhere 300 Kilometer nördlich von Mogadischu verlassen. Ein Mitglied der Ältesten des Ortes in Nordsomalia sagte am Montag, die Piraten hätten sich "in Richtung hoher See" entfernt. Die Islamisten hatten in den vergangenen Tagen mehrfach gedroht, sie nähmen den Kampf gegen die Seeräuber auf.

Lösegeld-Forderung doch nicht reduziert
Nach Angaben arabischer Medien fordern die Piraten für die Herausgabe des Supertankers mittlerweile 15 Millionen US-Dollar (12 Millionen Euro). Zunächst lag die Forderung der Seeräuber bei 25 Millionen Dollar. Nach Verhandlungen mit dem somalischen Vize-Ministerpräsidenten Ahmed Abdulsalam, der zum gleichen Stamm wie die Piraten gehöre, hätten sie ihre Geldforderung für das Schiff und die Freilassung der Besatzung gesenkt. Dies wurde aber wieder revidiert.

Erstes Lebenszeichen der Besatzung
Neun Tage nach der Entführung des Supertankers "Sirius Star" durch Piraten gibt es ein Lebenszeichen der Besatzung: Der polnische Kapitän des Schiffs, Marek Nishky, sagte am Montag in einem Interview mit der britischen BBC, dass es für die 25 entführten Besatzungsmitglieder "keinen Grund zur Beschwerde" gebe. Sie hätten bereits mit ihren Familien telefonieren können, fügte er hinzu. Die Piraten bekräftigten ihre Lösegeldforderung von 25 Millionen Dollar (20 Millionen Euro) für die "Sirius Star".

In dem telefonischen Interview mit der BBC, das von mindestens einem Piraten überwacht wurde, sagte Nishky, dass es seiner Crew bald wieder erlaubt werden solle, mit Angehörigen zu telefonieren. "Wie sie sich denken können, ist das für uns im Moment das Wichtigste", fügte er hinzu. "Ich würde sagen, es gibt keinen Grund zur Beschwerde

Die Piraten hatten den Öltanker "Sirius Star", der einer Tochtergesellschaft des saudischen Konzerns Aramco gehört, vor neun Tagen vor der kenianischen Küste in ihre Gewalt gebracht. Das Schiff ist mit zwei Millionen Barrel Öl beladen und die bisher größte Beute der Piraten.

versenken
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Marine versenkt Piratenschiff
Erstmals war ein großes somalisches Piratenboot von einem Kriegsschiff versenkt worden. Bei einem Seegefecht vor der Küste Somalias hatte die indische Fregatte "INS Tabar" in der Nacht auf Mittwoch ein sogenanntes Mutterschiff der Seeräuber unter Feuer genommen. Ungeachtet dessen kaperten somalische Piraten am späten Dienstagabend und in der Nacht weitere Schiffe.

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