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Polizei erschoss rabiaten Affen in den USA Polizei erschoss rabiaten Affen in den USA

Killer-Angriff

 

 

Polizei erschoss rabiaten Affen in den USA

Ein jahrelang als Haustier gehaltener Schimpanse hat eine Frau im US-Bundesstaat Connecticut schwer verletzt und ist daraufhin von der Polizei erschossen worden. Das Opfer wollte eine Freundin besuchen, die den 90 Kilogramm schweren Affen in ihrer Wohnung hielt.

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Als die Besucherin aus dem Auto stieg, fiel der Schimpanse "Travis" (richtig, Anm.) nach Polizeiangaben über sie her. Die Frau habe schwere Gesichtsverletzungen erlitten, sagte Polizeisprecher Richard Conklin.

Mehrere Verletzte
Um ihre Freundin zu retten, stach die Besitzerin am Montag mehrmals mit einem großen Küchenmesser auf den 15 Jahre alten Affen ein. Sie und zwei herbeigerufene Polizisten wurden ebenfalls verletzt. "Travis" habe dann mehrere Beamte verfolgt, die sich in ihre Fahrzeuge flüchteten, sagte Conklin. Als der Affe die Tür eines Polizeiwagens öffnete, habe ihn ein Beamter mehrfach angeschossen. "Travis" schleppte sich verletzt ins Haus seiner Besitzerin, wo er in seinem Zimmer tot aufgefunden wurde.

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In Stamford und Umgebung habe jeder den Schimpansen gekannt, sagte Conklin. "Er wurde in dieser Familie wie ein Kind aufgezogen. Wir haben keine Ahnung, was ihn zu diesem Verhalten provoziert hat." Der Affe sei wegen Borreliose behandelt worden und möglicherweise als Folge der Medikamente gewalttätig geworden, erklärte der Polizeisprecher.

"Travis" trat vor Jahren in mehreren Fernsehwerbespots auf und konnte sich laut Polizei selbst anziehen, aß am Tisch mit und putzte sich die Zähne. Er sei jeden Tag im Auto mitgefahren und habe Fernsehen geschaut. "Er ist in dieser Hinsicht ein absolut einzigartiger Affe", sagte Conklin.

Im Jahr 2003 war "Travis" in der Innenstadt von Stamford einmal aus dem Auto seiner Besitzerin ausgebüxt. Die Polizei versuchte ihn zwei Stunden lang vergeblich mit Keksen, Nüssen und Eiscreme wieder einzufangen und konnte ihn erst fassen, als der Schimpanse schlicht zu müde wurde.

Fotos: (c) AP

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