Rassismus-Opfer gewinnt

Nach Eklat

 

Rassismus-Opfer gewinnt "Big Brother"

Nachdem die 31-jährige von ihrer Konkurrentin beleidigt worden war, gingen bei der britischen Medienaufsicht 40.000 Beschwerden ein, danach verfolgten aber aber auch 8,8 Millionen Zuschauer das Spektakel. Der Skandal hatte sogar die britische Regierung beschäftigt.

Internatinoaler Eklat
Die von Konkurrentin Jade Goody - vormals Siegerin in der Big Brother-Version mit nicht so prominenten Teilnehmern - vorgebrachten rassistischen Beleidigungen hatten auch Premierminister Tony Blair, Schatzkanzler Gordon Brown sowie den indischen Finanzminister P. Chidambaram zu Stellungnahmen veranlasst und in Indien Demonstrationen ausgelöst. Südasiatische und antirassistische Gruppen erklärten, in der Show sei das rassistische Gesicht Großbritanniens enthüllt worden.

Mobbing vor der Livecam
Die 31-Jährige war während ihres Aufenthalts in dem Promi-Container von einigen Teilnehmern fast täglich gemobbt worden. Sie nannten Shetty unter anderem "Hündin" und fragten sie, ob sie in einer Hütte lebe. Wegen der rassistischen Äußerungen gab es unzählige Beschwerden von Zuschauern; Goody hatte in einer Tirade Shettys Kochkünste als nicht vertrauenswürdig beleidigt, sich über ihren Akzent lustig gemacht, als "Shilpa Poppadum" bezeichnet und so angeschrien, dass die Konkurrentin in Tränen ausbrach.

1,5 Mio Euro
Shetty wurde am Sonntagabend mit 63 Prozent der Zuschauerstimmen zur Siegerin gewählt und darf nun nach Einschätzung ihres Beraters Max Clifford in den nächsten zwölf Monaten mit Filmangeboten rechnen, mit denen sie eine Million Pfund (1,5 Millionen Euro) verdienen kann. "Es war eine Achterbahnfahrt", sagte Shetty nach ihrem Sieg. "Die Höhen, die Tiefen, ich habe daraus so viel gelernt." Goody bezeichnete sie als "ein wenig aggressiv und jähzornig" und fügte hinzu: "Aber sie ist keine Rassistin. Jade wollte nicht rassistisch sein. Das kann ich versichern."

Die "Bollywood-Queen" selbst erfuhr erst nach Ende der Show von dem Proteststurm. In ihrem Interview sagte sie, sie wolle die ganze Geschichte ad acta legen: "Sachen passieren, Menschen machen Fehler". Shetty war nach Informationen der britischen Medien von den Produzenten eigens ausgewählt worden, um der Show ein bisschen Bollywood-Glanz zu verleihen und mehr Zuschauer südasiatischer Herkunft anzuziehen. Für ihre Teilnahme soll sie umgerechnet bis zu 530.000 Euro und damit mehr als ihre Konkurrenten erhalten haben.

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