Rumänien fordert Burg zurück

Draculas Schloss

© (c) REUTERS/ Bogdan Cristel

Rumänien fordert Burg zurück

Rumänien will eine als "Draculas Schloss" bekannte Burg aus dem Mittelalter von der Familie Habsburg zurückkaufen. Ein Sprecher eines Kommunalrats in Siebenbürgen sagte am gestrigen Montagabend der Nachrichtenagentur Reuters, die Habsburger wollten 60 Millionen Euro für die Burg Bran (Törzburg) haben.

Kommunisten beschlagnahmten Burg
Rumäniens kommunistische Regierung hatte die Habsburger nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben und die Burg in Süd-Siebenbürgen beschlagnahmt. Die Familie erhielt sie im vergangenen Jahr nach einem längeren Rechtsstreit zurück.

2001 stellten die Erben einen Antrag auf Rückerstattung. Dominic von Habsburg ist der Enkel der Königin Maria von Rumänien. Seine Mutter, Prinzessin Ileana, war mit Anton von Habsburg verheiratet.

1377 wurde die Burg errichtet
Das Schloss Bran wurde 1377 von der damals hauptsächlich von Siebenbürger Sachsen bewohnten Stadt Kronstadt (Brasov) im Süden Siebenbürgens errichtet. Im Laufe der Geschichte wechselte es mehrere Male den Eigentümer.

Sommerresidenz der königlichen Familie
1920 schenkte die Stadt Brasov das Schloss Königin Maria für ihre Verdienste um die Vereinigung sämtlicher Provinzen zu Großrumänien. Es diente fortan als Sommerresidenz der königlichen Familie, bis diese 1948 von den Kommunisten aus dem Land vertrieben wurde.

Die Burg als Krimivorlage
Bran diente dem irischen Schriftsteller Bram Stoker als Inspiration für die Burg des Vampirs Dracula. Allerdings gibt es nur wenige historischen Anhaltspunkte, dass Bran überhaupt etwas mit dem walachischen Fürsten Vlad III. Draculea (auch Vlad Tepes - "Vlad, der Pfähler" genannt), dem historischen Vorbild des Grafen Dracula, zu tun haben könnte.

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