Saudischer Prinz kauft A380 als Privatflugzeug

Extravagant

© EPA/ALI HAIDER

Saudischer Prinz kauft A380 als Privatflugzeug

Der saudische Prinz Alwalid bin Talal hat sich das ultimative Statussymbol gegönnt: den neuen Großraum-Airbus A380 als Privatjet. Damit ist er der erste Privat-Kunde des doppelstöckigen Flugzeugs, das erst Ende Oktober seinen regulären Liniendienst bei Singapore Airlines aufgenommen hat. Wie viel sich der saudische Milliardär seinen A380 kosten lässt, gab Airbus am Montag auf der Flugschau in Dubai nicht bekannt. Nach Listenpreis kostet der A380 rund 320 Mio. Dollar (219 Mio. Euro). Viel wird von der Innenausstattung des "fliegenden Palastes" abhängen.

"Bei VIP-Versionen werden Kundenwünsche berücksichtigt"
Ausgerichtet ist der A380 in der normalen Ausführung für Fluggesellschaften auf 525 Passagiere in drei Klassen. Bei reiner Economy-Class-Bestuhlung passen mehr als 800 Passagiere rein. Auf den 551 Quadratmetern - genug, um den Ballsaal von Alwalids Hotel Savoy in London unterzubringen - können Cocktail-Bars, Casinos, Duschen oder Schlafkabinen eingebaut werden. Den Superreichen sind jedoch keine Grenzen gesetzt. "Bei unseren VIP-Versionen bieten wir an, was auch immer der Kunde wünscht", sagte kürzlich ein Airbus-Manager.

Über 20 Mrd. Doller Privatvermögen
Dem Forbes-Magazin zufolge verfügt Alwalid über ein Vermögen von mehr als 20 Mrd. Dollar, was ihn zum reichsten muslimischen Geschäftsmann macht. Dem Prinzen, der nach seinem Studium 1979 anfing zu investieren, gehört gut 95 Prozent der Beteiligungsgesellschaft Kingdom Holding Company. Die wiederum hält unter anderem Anteile an AOL, Apple, Motorola sowie einige luxuriöse Hotels. Das Savoy in London kaufte Alwalid vor zwei Jahren für 230 Mio. Pfund (326 Mio. Euro). Unter anderem investierte der Neffe des saudischen Königs Abdullah 590 Mio. Dollar in die US-Bank Citicorp, als diese 1991 in der Krise war. Dieser Anteil ist nun gut sechs Mrd. Dollar wert. Einen Rückschlag erhielt der Prinz allerdings kürzlich, als ein Kursverfall bei der Nachfolgegruppe Citigroup sein Vermögen um 2,5 Mrd. Dollar minderte. Kingdom hält 3,6 Prozent an der US-Bank.

Den Auftrag für den A380 bestätigte Alwalid dennoch. Einen Boeing Jumbojet hat er bereits.

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